Kanton Aargau


Pflegefamilie
in Menziken wo ich etwas mehr als 6 Monate war.

Meine Vormünderin holte mich eines Tages unangemeldet in Jegenstorf im Kanton Bern ab, wo ich bei diesem jungen Ehepaar war und brachte mich nach Menziken in diesem Kanton zu einer Pflegefamilie.

Nach 6 Monate und 20 Tagen holte mich meine Vormünderin auch hier schon wieder ab.

Danach hatte Sie vor, mich zuerst in das Kinderheim Sonnhalde in Emmen im Kanton Luzern zu versorgen. Dies jedoch scheiterte und ich kam in das evangelische Kinderheim Lutisbach in Oberägeri im Kanton Zug.

Pflegefamilie in Menziken AG vom 24.Oktober 1966 bis 19. Mai 1967

An dieser Pflegefamilie mag ich mich vage an zwei Ereignisse erinnern. Eines als ein Autobahnabschnitt eingeweiht wurde und wir Kinder dort mit dem Fahrrad herum fahren durften. Das andere war lustig und gefährlich, wenn ich so zurückdenke. Ein Knabe und ich etwa im gleichen Alter, noch nicht ganz vier Jährig. Wir hatten einen selber gemachten weiss schwarzen kleinen Hasen aus Garn. Er viel vor dem Haus in den Dreck und war sehr schmutzig. Wir wuschen ihn und warfen diesen danach in eine Schwinge. Früheren waren sie aus Kupfer und offen, also ohne Deckel. Um anzuhalten, hätten wir warten müssen, jedoch stoppten wir dies mit einem Handtuch und den Händen. Als wir reinschauten, war der Hase in kleine Fäden zerfetzt und nicht mehr erkennbar.
Ich denke, ich hatte es an diesem Pflegeplatz gut, denn die Frau wollte mich, nachdem ich ins Kinderheim nach Oberägeri im Kanton Zug musste, wieder zurückhaben.

Dieses Dokument wurde datiert:

Horw den 10.3.1967 im Bericht steht der 24.10.1966 das ist eine Zeitspanne von 5 Monaten rückwirkend.

Wegen Unstimmigkeiten die sich zwischen der leiblichen Mutter und der Pflegemutter ergab, musste das
Kind Manuela Betschart am 24.10.1966 unplatziert werden. Es fand bei Pflegefamilie … Menziken AG einen neuen Pflegeplatz …

Auch hier schreibt unsere Vormünderin eine weitere Lüge, denn meine Mutter versorgte Sie nach Walzenhausen Sonnenberg AR  also weit weg von mir. Ein Recht auf mich hatte Sie seit dem Gerichtsurteil anfang diesem Jahr 1966 nicht mehr.

Auf diesem Dokument sieht man sehr deutlich, dass meine Vormünderin ihre Mitteilunge sehr spät an das Kantonale Führsorgesekretariat Schwyz gemeldet hatte. Hier war es genau 6 Monate und 16 Tage später.

Diese Vernachlässigung von Berichten ist mir über all meine Akten einschliesslich Gerichts Akten aufgefallen.
Wurde dies absichtlich gemacht? 

Diese Unstimmigkeit meiner leiblichen Mutter die Sie hier erwähnt, das wäre eigentlich normal. 

Auch hier holte mich meine Vormünderin wieder ab und sagte meiner Mutter das ich mich nicht gut verhalten hätte. Im
Heimbericht steht jedoch, dass die Frau gesundheitliche Probleme hatte und mich danach wieder zurück haben wollte.
Ihre Lügen gingen weiter ...

Ich kam noch nicht ganz vierjährig ins evangelische Kinderheim Lutisbach in Oberägeri ZG wo Sie mich nach kurzer Zeit von dort immer wieder 3 Jahre lang auf Braunwald GL in zwei oder drei andere Kinderheime und in ein Private Familie gaben. Zu wieder Fremden Personen. Obwohl mich diese Pflegefamilie in Menziken wieder zurück haben wollte. Sie hätte mich auch nur in die Ferien zu sich genommen. Jedoch liessen Sie alle es nicht zu.

Ich wurde auf Lügen meiner Vormünderin von Ort zu Ort wie ein Gegenstand hin und her geschoben. Als ich dann in diesem Heim zur Ruhe hätte kommen müssen, machten diese Tanten über viele Jahre hinweg weiter.

Dies steht im Heimbericht über die Pflegefamilie in Menziken AG

1967  20.6. Telefon von Frau  … früherer Pflegemutter von Manuela. Sie wolle Sie in die Ferien nehmen.  Es ist aber besser, wenn sie zu Frl. Ursula nach Braunwald gehen kann.

Es war also für Sie besser, wenn ich zu einer fremden Person an einen fremden Ort gehe, anstatt das ich zu dieser Pflegefamilie in die Ferien durfte, von der ich gerade herkam und sie schon fast 7 Monate kannte.

Sie alle wollte gar nie, dass ich eine Bindung aufbauen konnte.

1967  23.10.  Frau  … telefonierte. Sie wird mit ihrer Familie Manuela am nächsten Besuchssonntag besuchen.
5.11. Herr und Frau … kamen mit J. und B. Es ging gut.

Meine Erste Anfrage machte ich per Briefpost am 19.10.1996 und bekam auch hier nur eine telefonisch Antwort:
Diese Pflegefamilie hatte zwei eigene Kinder, Adoptierte - und Pflegekinder. 

Die zweiten Anfragen per Mail machte ich im 2014:

14.2.2014  Das einzige was wir wissen das Ihr (mein) letzter Wohnort in Menziken AG war. Das wäre bevor ich 1967 auf Oberägeri ZG in dieses Kinderheim Lutisbach kam.

24.2.2014  Diese Pflegefamilie hat zu diesem Zeitpunkt 1965 - 1967 in der Gemeinde Menziken gewohnt.

Es gab keine Akten von mir im Staatsarchiv Aargau. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich. Die meisten Informationen in den Akten, mit Ausnahme des Kantons Luzern in dem ich meinen Vormund hatte, gab es nur auf den jeweiligen Gemeinden, wo ich damals gewohnt habe.