Kanton Nidwalden


Kinder- und Mütterheim Alpenblick Hergiswil - Mutter
Oder wie unsere Vormünderin es im Dokument nannte:
Mütterheim

Meine Mutter kam vom Forsthaus A. Iten - Iten in Unteräger im Kanton Zug in das Kinder- und Mütterheim Alpenblick in Hergiswil in diesem Kanton, wo Sie 6 Monate arbeiten musste. In dieser Institution wurden die meisten Babys den Müttern weggenommen und zur Adoption freigegeben.
Wie tief und skrupellos dieses Versorgungssystem war, für so etwas gibt es keine Worte und macht sprachlos.
Denn kurz zuvor erlebte meine Mutter das Gleiche mit mir und musste nun an diesem Ort miterleben, wie es vielen anderen Müttern genau so erging wie mit ihr. Von hier brachte man Sie in die Klinik Liebfrauenhof in Zug im Kanton Zug auch zum Arbeiten jedoch nur eine Woche, dann fand unsere Vormünderin wieder einen Grund Sie in eine andere Institution zu bringen.

Ich wusste seit ein paar Jahren von einer Antwort der Gemeinde Walzenhausen AR das meine Mutter von Hergiswil NW am  19.11.1965 bis 10.5.1968 nach Walzenhausen abgemeldet wurde. Warum sie in Hergiswil war, jedoch lange nicht.

Nachdem ich im Oktober 2019 auf eine nochmalige Anfrage meiner Seite im Staatsarchiv Luzern weitere 33 Akten Dokumente bekommen habe, stand auf einer Seite die Antwort. Unsere Vormünderin trennte uns im Kinderheim Forsthaus in Unterägeri ZG und brachte meine Mutter in das Kinder- und Mütterheim Alpenblick

Wir beide wurden von Ihr hin und her geschoben wie Gegenstände, nicht wie Menschen!

Antwort vom Staatsarchiv Nidwalden am 23.1.2020

Das Mütter- und Kinderheim Alpenblick war eine Institution, in welche Frauen in schwierige Situation aus der ganzen Schweiz anreisten um dort eine kurze Zeit zu verbringen. Sehr häufig waren das ledige Mütter mit ihren Kindern. Ins Alpenblick wurde man in der Regel nicht eingewiesen, sondern kam situationsbedingt "freiwillig". Aus dem Alpenblick wurden keine Dossiers der Bewohner überliefert. Darum gibt es in Nidwalden keine Akten zu Ihrem Fall. Die staatlichen Akten könnten sich befinden: Sattel oder Staatsarchiv Schwyz, Horw oder Staatsarchiv Luzern. Es ist uns ein Anliegen, Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen nicht mir Ihren Recherchen alleine zu lassen, da diese recht aufwändig sein können. Wenn Sie Hilfe brauchen bei der Anfrage in anderen Archiven, teilen Sie mir dies bitte telefonisch oder per Mail mit.

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Horw 7. Dez.1965  Wir kamen zusammen vom Frauenheim Wolfbrunnen BL.  Die Vormünderin versuchte sie in ein Kinderheim zu platzieren, das aber misslang. Es war das Forsthaus Iten - Iten ZG ( Sie hat dieses Kinderheim hier nicht hinein geschrieben, obwohl sie uns dorthin gebracht hatte) wo wir zusammen hinkamen und dann nach kurzer Zeit, da war ich nicht einmal 2-jährig wurden wir getrennt. Meine Mutter kam Mai 1965 - Nov.1965 ins Mütterheim Alpenblick NW dort musste Sie arbeiteten Sie wurde untragbar schriebe Sie noch hier in den Bericht. 

Wie kann man eine Mutter an einen Platz hinschicken wo kleinen Säuglinge zur Adoption freigegeben, den Müttern weggenommen wurden, nachdem man Ihr eigenes Kind mich, Ihr wegnahm.

Diese PDF - Datei bekam ich zusammen mit der Antwort vom Staatsarchiv Nidwalden am 23.1.2020

«Kinder- und Mütterheim Alpenblick in Hergiswil» (1923-1971)

Meine Mutter war von Mai 1965 bis November 1965 hier. Sie hat nie darüber gesprochen, ich wusste es nur, weil ich es in einem Dokument gelesen habe.

Kinder- und Mütterheim Alpenblick Hergiswil (1923-1971)

Kinder- und Mütterheim Alpenblick


Dieses Haus lag am See und steht heute nicht mehr. Das Bild des Hauses wurde damals im Hergiswiler veröffentlicht.

Die Engel der "gefallenen Mädchen" Hergiswiler Jahrgang, Nr. 1, April 2010

Unser Vormund war sehr unmenschlich im Umgang mit meiner Mutter und mir. Über die Jahre hat sie sich eine Geschichte ausgedacht. Sie tat so, als wäre die Lügnerin meine Mutter. Das wusste ich als Kind nicht. Heute weiss ich, dass meine Mutter immer die Wahrheit gesagt hatte.