Kanton Zug

Kinderheim Forsthaus Unterägeri

Kinderheim Lutisbach Stiftung evangelisches Kinderheim in der Zentralschweizerischen Diaspora Oberägeri

Kinderheim Bossard Hürlimann / Dr. Bossard Unterägeri  wo meine CH Schwester eine Zeit lang war

Ab hier wurden meine Mutter und ich von unserer Vormünderin Frau Margerit Steinmann in Horw hin und her geschoben. Sie veranlasste danach alle weiteren Schritte und brachte mich und meine Mutter ca. April 1965 in das Kinderheim Forsthaus A. Iten - Iten nach Unterägeri wo wir kurzer Zeit später für immer getrennt wurden.
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Meine Mutter stand 10 Jahre unter ihrer Vormundschaft und war in dieser Zeit in 10 verschiedenen Institutionen.
Ich stand 20 Jahre lang unter ihrer Vormundschaft.

Meine Schweizer Schwester stand 13 Jahre lang unter Ihrer Vormundschaft.

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Meine Mutter brachte Sie in das Mütterheim Alpenblick in Hergiswil im Kanton Nidwalden. Nach 6 Monaten dort musste Sie wieder weg und kam nochmals in diesen Kanton zurück. Wo Sie in der Klinik Liebfrauenhof in Zug arbeiten musste. Nach 1 Woche musste Sie dort wieder weg und man brachte Sie ins Töchterheim Sonnenberg in Walzenhausen im Kanton Appenzell Ausserrhoden

Ich blieb nach der Trennung von meiner Mutter noch ein paar Monate dort. Danach kam ich zu diesem jungen Ehepaar nach Horw im Kanton Luzern dann zog ich mit ihnen in den Kanton Bern. Danach an einen neuen Ort im Kanton Aargau und noch nicht ganz vierjährig kam ich in diesen Kanton zurück in das Kinderheim Lutisbach in Oberägeri.

Meine Schweizer Schwester kam dann viele Jahre später auch durch die gleiche Vormünderin die meine Mutter und ich schon hatten, hier in diesen Kanton in das Kinderheim Bossard Hürlimann in Unterägeri.

Fast meine ganze Kindheit und Jugend verbrachte ich im Ägerital

Angefangen ca. April 1965 kam meine Mutter mit mir dorthin. Sie blieb 3 - 4 Wochen. Danach musste Sie weg und ich blieb alleine zurück. Ich waren ca. 4 Monate dort. Dann kam ich am 23.8.1965 zu einem jungen Ehepaar auf Luzern LU.

Forsthaus A. Iten - Iten Unterägeri

Forsthaus A. Iten - Iten


Kinderheim in Unterägeri

Als ich Nachforschungen im Zusammenhang meines Aufenthaltes im Forsthaus Iten - Iten in Unterägeri machte und aufschrieb. Unterdessen fand ich ein Dokument (Horw 3. Mai 1967) wie man unten sieht, wo der Namen Forsthaus erwähnt wird und wann mich dort dieses Junge Ehepaar holte.
Das Heim wurde Privat geführt und daher gibt es nirgends wo Akten.

Soziale Fürsorge: Zeitzeugen für Forschungsprojekt gesucht Mai 2019  Da ich im Kinderheim Forsthaus 1965  und im Kindeheim Lutisbach 1967 - 1981 habe ich mich gemeldet und hatte im Oktober 2019 ein Interview. Bin mir sicher, dass Sie immer noch suchen, da diese Aufarbeitung frühstens im 2021 veröffentlicht wird, sagten Sie mir bei diesem Gespräch.

Rückseite eines Fotos
Foto-Steins Köln E119 Hohestrasse

Suche immer noch Verbindung zum Kinderheim Forsthaus. Wenn Sie etwas darüer wissen, wenden Sie sich über Kontak E-Mail an mich. Danke.

Ich kam mit meiner Mutter zusammen von Wolfsbrunnen BL ins Forsthaus ZG

Kurze Zeit später hat man uns dann für immer getrennt

Meine Mutter erzählte immer wieder, wie schlecht Sie mich dort behandelten. Ich war verwahrlost (was man auf den Fotos erkennen kann) stank nach Urin, auch mein Bett stank sehr fest. Sie arbeitete dort und durfte mich, obwohl
im gleiche Haus, nur im Besuchszimmer kurz bei sich haben. Irgendein Gefühl sagt mir, das meine Qualen dort angefangen haben. Die Ängste, die Dunkelheit und es kann gut sein, dass mein erster sexueller Missbrauch schon dort war. Was im Forsthaus mit mir wirklich passierte, das werde ich nie herausfinden, ich war zu klein.

Ich fragte auch in der Gemeinde Unterägeri, sowohl im Staatsarchiv Zug nach Akten von mir/uns, jedoch habe Sie keine gefunden. Das Heim wurde privat geführt. Auf einer Liste, die ich habe, steht, dass es eine private Schule war. Ein Heilpädagogisches ausgerichtetes Heim gegründet von Franz Josef Iten und seiner Tochter Anna für Kinder aller Altersstufen als Erholungsstätte. Einer meiner Quellen von damals sagte mir am Telefon, es ein Kinderhotel gewesen.
Zeitungsartikel 1977

Zeitungsartikel

Zeitungsartikel 1977 was aus dem Forsthaus geworden ist. Bekommen von der Gemeinde Unterägeri.

3. Mai 1967 Bericht Horw

Diese Voraussetzung ist bei Pflegeplätzen nicht unbedingt gegeben. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, das Kind in einem Heim zu platzieren. Im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri konnte ein Platz gefunden werden. Lutisbach ist ein kleines Heim mit ca. 20 Kindern. Die Kinder besuchen die Schule von Oberägeri und können bis zum Schulaustritt im Heim bleiben. Die Heimleitung ist bereit, Manuela nach dem 16. Mai 1967 aufzunehmen. Die Kosten belaufen sich auf Fr. 240.- pro Monat plus Krankenkasse on 6.90 Fr. und Nebenauslagen …

Die relativ kleine Kinderzahl im Kinderheim Lutisbach, gestattet den Erzieherinnen und der Heimleiterin auf das einzelne Kind einzugehen. Somit ist eine sorgfältige Erziehung gewährleistet.

Der Gesundheitszustand des Kindes ist gut. Namhafte Krankheiten hat es keine durchgemacht. Manuela ist kräftig gebaut und hat ein gutes Aussehen.

Diese Erzieherinnen das war 1 Praktikantin und diesen zwei anderen Frauen. Wir mussten die Heimleitung mit Tante ansprechen. Tante Hanni Sie leitete das Kinderheim und Tante Lilly war ihre rechte Hand. Tante Lilly war netter und Tante Hanni war böse. Beide trugen Aargauer Werktags und Sonntagstrachten. Ob die wirklich eine Ausbildung zur Heimleitung hatten, davon habe ich nichts gemerkt.  

Zur Mithilfe im Heim hatten wir eine sehr liebe Köchin, die Tante Röösli Sie trug auch diese Trachten und eine vom Dorf ansässige Frau die
1 Mal in der Woche putzte und die Wäsche von uns allen machte. Dies auf 20 Kindern, verteilt auf 6 oder 7 Zimmer auf jedem Stock 1 Bad und 2 WC. Parterre 2 WC.
Wir Kinder mussten täglich im Heim unsere Pflichten erledigen. Also unser Bett machen, putzen, Küchendienst, Rüstdienst usw. und am Samstag das Haus mit Umschwung putzen.

Die Schulpflichtigen in die Schule und im Kindergarten Alter, wir hatten dies im Heim. Dazu der täglichem Zwang ein Instrument zu spielen. Ich hatte da meine verhasste Flöte.

Akten Heimeintritt   15.5.1967 - 10.8.1981

Heimeintritt 19.5.1967 Ausserehelich / Protestantisch
Name des Vaters
unbekannt

Obwohl dies die Vormünderin wusste, da Sie eine Kopie meines Originales, dass mir meine Mutter gab, hatte. Dort steht, der Vorname, Nachname, Geburtsdatum und das er mich anerkannt hat. Sie schrieb aber nur Bürgerort: Italiener 

Allgemeine Charakteranlage des Kindes: Verträglich, liebesbedürftig und anhänglich

Dies am 19.5.1967 da war ich gerade einmal 3 Jahre 10 Monate alt.

Inhaber der elterlichen Gewalt:    Inhaber was für eine Bezeichnung  * Unpassendes ist zu streichen! 

Erster Heimeintrittbericht:

1967   26.4. Die Gemeindefürsorgerin von Horw. Frl. M. Steinmann, fragte, ob sie die bald vierjährige Manuela bei uns aufnehmen könnten. Wir sagten zu.

19.5. Manuela wurde von Herrn Herr, Waisenvogt und Frl. Steinmann Vormünderin, gebracht. Sie war ein wenig traurig als die beiden wieder gingen.

Einziges Dokument wo das Forsthaus erwähnt wird.

Grund der Versorgung: 

Manuela wurde in Liestal geboren. Nachher kam es mit seiner Mutter ins Frauenheim Wolfbrunnen, Lausen. Nach zwei Jahren musste Mutter und Kind dort weg. Wir versuchten Mutter und Kind zusammen an den gleichen Platz zu bringen, was im Kinderheim Forsthaus Unterägeri möglich war. Nach kurzer Zeit musste die Mutter aber wieder fort, das Kind blieb einige Monate dort.  Dann wurde es in eine Pflegefamilie nach Horw platziert. Leider dauerte dieses Pflegeverhältnis nur ca. 1 Jahr. Seit Oktober 1965 ist es an seinem zweiten Pflegeplatz, das es wieder verlassen muss, da sich die Pflegemutter zu viel zugemutet hat und gesundheitlich geschwächt ist. Neben Manuela hatte Sie noch drei weitere Pflegekinder zwei davon Adoptivkinder.  Das Kind sollte nun bis zum Schuleintritt in Ihrem Heim bleiben können.
Armenpflege Horw
Rechnungsstellung ebenfalls an Armenpflege Horw
Horw, den 3.Mai 1967

Diesem Anmeldeformular ist ein ärztliches Zeugnis auf unserem vorgedruckten Fragebogen beizulegen. Dieses Zeugnis habe ich bis heute nicht gefunden.

Bericht Horw steht

Seine Mutter befindet sich noch bis Ostern d.J. im Töchterheim Sonnenberg, Walzenhausen AR Sie besucht das Kind ca. 2 - 3-mal pro pro Jahr. Häufiger Besuch würde von der Heimleitung nicht geschätzt ... Betschart hingegen möchte den Kontakt mit dem Kind auf keinen Fall aufgeben.    

Meine Mutter besuchte mich nie 2-3-mal im Jahr. Sie durfte im ersten Jahr gar nicht kommen und später durfte Sie mich nur besuchen, wenn ihre Mutter, meine Grossmutter dabei war. Sie mussten um Erlaubnis bitten, wenn Sie mit mir ins Dorf oder Restaurant wollten.

Umschulung Händigkeit - ein massiver Eingriff in die Entwicklung der Lateralität
von Jan-Ole Schümann 2003/2004

Ich war Linkshänderin und wurde im Kinderheim Lutisbach auf Rechts umgeschult, gewisseandere Kinder jedoch durften Links schreiben. Bei mir wäre die Linkshändigkeit sogar genetisch. Ich habe Erinnerungen, dass ich links zeichnete und schrieb, es war in diesem Nähzimmer im Heim.

Ich wurde mehrere Male an mehreren Orten sexuell missbraucht ...

Meine Missbräuche, an die ich mich immer mehr erinnern kann ...
Mein Alter in diesen Albträumen zwischen vierjährig und geht, bis ich etwa vierzehn Jahre alt war. An zu vielen verschiedenen Orten.
Sie kommen nachts in meinen Albträumen und verfolgen mich bis heute.

Sie halten mich an den Händen, an den Füssen ich kann mich nicht wehren, habe Angst, will
schreien ... das ist die Erinnerung an diese jugendlichen B. und S. im Kinderheim Lutisbach, die mich missbrauchten. Ich kenne ihre Vornamen und Namen und weiss, sie machten dies noch mit andern Mädchen.
Die Heimtante wusste es.
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Ein älterer Herr, sein Gesicht. Er kommt in der Nacht. Ich ersticke fast, bekomme keine Luft, ich habe Angst. Es ist dieser Pfarrer Sp. vor dem ich Angst in diesem Kinderheim in Braunwald hatte. Er kam sogar in den Lutisbach zu Besuch, die Heimtante nannte ihn beim Vornamen.
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An einem dieser Ort, bei dieser Privatfamilie in Braunwald, da war ein älterer Herr Sch. Er erscheint mir nachts in Form einer Gestallte und steht neben meinem Bett, er war sehr böse zu mir und ich hatte Angst vor ihm.
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Noch zwei ähnliche Erinnerungsfetzen. Ein etwas jüngeren Mann an einem Ort dieser dunklen Gang, mit einem roten Teppich auf dem Boden in einem Ferienhaus, es könnte in Adelboden sei, oder andere Ort in einem Schullager. Hier war ich etwas älter.

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Da ist noch eine Wendeltreppe, in einer Kirche. Wenn ich nach unten gehe oder schaue, ist es dunkel und es beschleicht mich ein komisches Gefühl der Angst. Bei der Erinnerung, wenn ich ihm die Hand gab, ekelte es mich an, es war der Pfarrer R.
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Ich wachte in all diesen Albträumen schweissgebadet auf und kann nicht mehr atmen. Nach Luft schnappend über Minuten liege ich ganz starr da. Es ist immer so real, als ob ich immer noch ein Kind bin. Auch in dieer Traum, als ein Mann sich auf meine Rücken legte und ich mich nicht wehren konnte.

Wie viele Erinnerungen, Fetzen, Flashbacks kommen noch dazu ?!
Zu viele, die immer wieder in regelmässigen Abständen kommen, weitere Fetzenhafte Albträume ...
manche sind am anderen Morgen immer noch sehr real.

War das mein Missbrauchsmonster?

Mein Missbrauchsmonster

War das mein Missbrauchsmonster?


Ich wurde mehrere Male, an mehreren Orten Sexuell Missbraucht. Gezeichnet 1970

7.9.1971  Da sie nach dem Schlussmachen immer wieder zueinander in die Zimmer gingen, musste das Zimmer abgeschlossen werden. Manuela schrie später wie am Spiess, sie müsse aufs WC, obwohl sie erst gerade gewesen war.

Ich fand diese Erwähnung, dass Sie mich im Zimmer eingesperrt hatte einmal im ganzen Heimbericht.
Sie machte dies jedoch oft und auch mit anderen Kindern.

Sehr viele Jahre verfolgten mich diese Alpträume und Erinnerungen. Einsperrt in den Heizraum oder in den Keller entweder wo die Kartoffeln oder wo die Äpfel waren. Ins Nähzimmer oder Badezimmer. Sass bei der Dusche auf einer Holzbank vis- a- vis mit einem kleinen Abstand das WC. Nur mit Pyjama und Finken ohne Socken. Es war dunkel. Bevor Sie abschloss schraubte Sie die Glühbirne noch heraus und nahm Sie mit. Es war kalt, ich fror. Das einzig Interessante, dass Fenster es hatte längliche Rillen. Die Lichter der Autos. gelb und rot leuchteten dadurch komisch. Mit einem Auge oder wenn ich schielte, das war meine Ablenkung. Um 21 Uhr kamen die grossen Mädchen dann durfte ich ins Bett. Völlig durchgefroren, konnte ich noch schlechter einschlafen, als sonst.

Im Badezimmer musste ich auch oft den Mittagsschlaf machen. Auf diesem kalten Plättliboden nur eine dünne Schaubstoffmatte mit einer dünnen Wolldecke.

Von anderen Kindern wurde ich in den Putzschrank gesperrt. Dort war es sehr eng, konnte mich fast nicht bewegen und es roch nach Politur. Dazu  sperrten Sie mich mehr als einmal in mein Spielzeugschränkli im unteren Stock. Sie hatten verschiedene Farben und ein jedes Kind hatte eines.

4.11.1971 Manuela war nicht am Tisch beim Morgenessen. Sie trotzte zusammen mit … und …. im Aufgabenzimmer. Zusammen mit ……… und … trotzte sie draussen und versuchte bei Nachbarsleute etwas zum Essen zu erhalten. Sie wollte am Abend nicht hinein und waren sehr aufgezogen und unfolgsam.

5.11.1971 Die Kastanien mussten aufgegessen werden. Manuela half tapfer mit und fand sie doch nicht hat so schlecht.

Diese Kastanien gab es mit Rotkraut und Kartoffel. Man roch sie schon am morgen früh beim Aufwachen. Es stank durch das ganz Heim und ich wusste heute gibt es sie. Daher wollte ich nicht zum Frühstück. Wenn ich dies roch, wurde mir immer schlecht. Ich war nicht tapfer als ich sie ass. Ich schluckte diese Kastanien im Ganzen Stück herunter, hielt mir dabei die Nase zu. Es kam hoch ein zwei, dreimal. Funktionierte nicht. Also verweigerte ich alles was ich nicht gern hatte. Da es immer aufgewärmt wurde ass ich dann 24 Stunden nichts mehr.

Wir waren mit mir zusammen 6 Kinder die sich weigerten und sassen auf dem Baum bei der Rutschbahn. als dann alle assen gingen wir zu den Nachbarn und erzählten alles. Wir bekamen Bananen und Guetzli. die Strafe bin ich mir nicht mehr sicher. Da ich so viele Strafen bekam. Glaube es war Radioverbot und wir durften eine Zeitlang nicht mehr draussen spielen. Kein Sackgeld wir mussten den Betrag für dieses Essen zurück zu zahlen.

9.11.1971  Auch Manuela war beim Mittagstisch wieder sehr übermütig und wusste kaum wie sich benehmen. Klaps zur Abkühlung …

Was sie als Klaps zur Abkühlung schrieb hat Sie in meinem Heimbericht auch nur einmal erwähnt. Es waren zu viele Schläge und nicht nur ein Klaps. Auch an anderen Kindern und sie waren für uns an der Tagesordnung. Irgendwann gab es dann noch diese sehr schmerzhaften "Kopfnüsse" sagten wir Kinder denen. Mit Ihrem Emailring. Er war gross, goldig mit einem gesprickelten Türkisstein uns sehr schmerzhaft. An den Haaren oder den kurzen Backenhärchen "Zännihaare" zog sie auch oft. Dies war auch sehr schmerzhaft.

Bei mir war dies nicht nur im Kinderheim so. Gewissen Lehrer und Schüler in der Schule plagten mich ständig.

Bei Manuela, da bisher noch nirgends Wurzeln schlagen konnte, zeigten sich bereits kleine Anzeichen innerer Verwahrlosung. Durch die schlechten Erfahrungen mit den beiden letzten Pflegeplätzen wage ich es nicht mehr, für Manuela einen neuen Pflegeplatz zu suchen. Glücklicherweise war im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri ein Platz frei und Manuela konnte am 19.Mai 1967 dort eintreten. Seither befindet es sich dort und entwickelt sich normal, seinem Alter gemäss.

Dies schrieb meine Vormünerin. Jene Person, die all dies mit mir machte. Ich war in diesen nicht ganz 2 Jahren sogar an drei verschiedenen Orten.
Ich habe immer wieder beim Lesen gestaunt, wie sie sich ihre Geschichte so zurecht geschrieben hat.

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29.4.1972  Familie … von Baar hat sich bereit erklärt, Manuela hin und wieder über das Wochenende zu sich zu nehmen. Sie kamen heute Nachmittag, um einen ersten Kontakt auszunehmen. Frau … fragte Manuela, wann sie zum ersten Mal kommen möchte, ob sie sie am Ende gleich mitnehmen sollten. Ohne langes Besinnen sagte Manuela ja, und so konnte sie gleich mitgehen.

An Sie mag ich mich sehr gut erinnern. Sie waren reich, hatten ein Einfamilienhaus mit grossem Umschwung und zwei Kinder und ein Boxerhund. Das Mädchen war in etwa in meinem Alter und hatte alles, was man sich so als Mädchen wünschen konnte. Am meisten gefiel mir diese übergrosse Puppenstube in einem Spielzimmer im Keller. Es gefiel mir wahnsinnig gut bei ihnen. Aber wie es für mich unterdessen normal war, durfte ich eines Tages nicht mehr zu ihnen. Die Heimtanten sagten, sie hätten keine Zeit mehr für mich und andere Interessen. Ja, auch die Heimtanten logen sich Geschichten zurecht.

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Obwohl ich seit 1968 auf Erstfeld im Kanton Uri zu einer Ferienpflegefamilie gehen durfte, kam es diesen Heimtanten in den Sinn, mich an den Wochenenden und auch in den Schulferien zwischen April 1972 bis April 1973 noch zu dieser Familie in Baar abzugeben. Gleichzeitig in diesem Jahr war ich auch in Erstfeld ein paar Mal in den Ferien.

 Kinderheim Bossard - Hürlimann 

Meine Schwester hier in der Schweiz war eine Zeit lang dort, ab wann und wie lange weiss ich nicht mehr.
Sie besuchte mich im Kinderheim Lutisbach, das in der Nähe war.

3.7.1978  In einem Bericht meiner Vormünderin steht:

Das ich zusammen mit meine Vormünderin meine Schwester, die in Kinderheim Bossard in Unterägeri war, besuchte. Denn es war nicht sehr weit weg vom Kinderheim Lutisbach in Oberägeri. Ich war damals 15 und meine Schwester 8 Jahre alt.

Kinderheim Bossard Hürlimann Unter - Ägeri

Bossard Hürlimann Unter - Ägeri


Dieses Kinderheim ist auch bekannt unter dem Namen
Dr. Bossard. 

Ich selber erinnere mich nur daran, dass meine CH - Schwester im Kinderheim Bosshard in Unterägeri war und Sie mich einmal im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri besuchte, sie war da etwa fünf Jahre alt.

Wir durften uns nie wirklich kennenlernen. Unsere Vormünderin sorgte schon dafür. Wir, unsere Mutter, ich und meine Schwester hatten die gleiche Vormünderin. In meinen ersten 20 Jahren sah ich meine Schwester sicherlich nicht mehr als 2-3 Mal. So konnte keine wirkliche Beziehung entstehen. Als ich Erwachsener war, versuchte ich dies nachzuholen. Habe sie ein paar Mal getroffen und sie sogar mitgenommen, wenn ich unser Mutter besuchte.  Kontakt zu meiner Schwester habe ich seit sehr vielen Jahren nicht mehr.
Man kann nicht etwas kitten das nie entstehen durfte.

So hat man Menschen systematisch kaputtgemacht und das hier ist nur ein kleiner Teil, der schriftlich in meinem Heimbericht festgehalten wurde. Vieles haben Sie mündlich an all jene weitergegeben, die mit uns zu tun hatten.

Daher spuckt es in sehr vielen Köpfen über Generationen bis heute herum, was wir doch für schlechte Menschen waren. Die man korrigieren und in die richtige Bahn leiten musste. Wie Sie dabei mit mir und meiner Mutter und auch mit ihrer Mutter meiner Grossmutter umgingen war ihnen scheiss egal.    
Meine Mutter hat über sehr viele Jahre um mich gekämpft, weil Sie mich zurückhaben wollte. Man hat ihr sehr viel Leid angetan. Viele Steine in den Weg gelegt. Nachdem Sie aus dieser Anstalt in Walzenhausen entlassen wurde, verliebte sich 1968 wieder. Sie lernten sich kennen, kamen mich zusammen im Kinderheim besuchen. Sie verlobten sich. Sie wurde schwanger und wollte heiraten. Die Erlaubnis bekam Sie erst im Sommer 1972. Also zwei Jahre 1970 nachdem meine Schweizer Schwester auf die Welt kam und ihr kurz danach von unserer Vormünderin weggenommen wurde.
Die Vormpünderin zögerte alles heraus, die Heimtanten halfen ihr dabei. So lange, bis ihr Freund, der Vater meiner Schwester, die Beziehung beendete. Geheiratet haben Sie nicht mehr.

Im Herbst 1973 zog meine Mutter dann definitiv nach Zürich, bekam eine nette Beiständin, durfte endlich ihr Leben leben, wie sie es wollte.

So hat man Sie behandelt, schlecht gemacht und zu einem Menschen, der Sie nie war, abgestempelt.
Sie wurde von den Behörden und Institutionen, wo Sie überall war, gezeichten fürs Leben und hat irgendwann auf dieser Strecke aufgegeben, um mich zu kämpfen.

  Meine Mutter hatte ein Babyalbum für mich gemacht, das sie mir einmal gab. Auf der Rückseite eines dieser Fotos (letztes Foto in dieser Slideshow) wo Sie zusammen mit ihrem Freund mich besuchen kam, schrieb Sie dies dazu.

Wir waren ganz normale Menschen. Aber Menschenrechte hatten wir keine. Soviel zu unserer Schweiz, die immer so grossartig dastehen will, es aber überhaupt nicht war.

Damit umgehen können Sie bis heute nicht, was damals nicht nur mit uns geschah!

Unsere grosse Tanne damals ...

Da war eine sehr grosse Tanne, auf die wir Kinder klettern durften. Wenn ich heute so zurück denke, ein gefährliches Unterfangen und etwas eigenartig, das die Tanten uns dies erlaubten. Zuvor mussten wir jedoch alte Trainer anziehen und dann ging es los. Oft machen wir ein Wettklettern, wer zuerst in der Spitze oben ist. Oben angekommen war es ein Gefühl von Freiheit. Und beim Hin und Her schwingen ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Schulhaus in Oberägeri Ed. Iten – Nussbaumer, Oberägeri

Schulhaus in Oberägeri


Quellenangaben
Ed. Iten – Nussbaumer, Oberägeri

Hier ging ich von 1970 – 1981 in die öffentliche Schule.

Durch unsere Vormünderin durfte meine Mutter ins Ländli zur Kur gehen, 2 oder 3 Mal.
Meine Mutter war immer gerne dort. Sie sagte zu mir: Alle seien so freundlich zu ihr und Sie komme etwas zur Ruhe. Vor allem konnte Sie mich im Kinderheim Lutisbach besuchen, das nur ein paar Kilometer entfernt war. Einmal, so mag ich mich erinnern, ging ich zu Ihr. Nicht nur dies ist für mich eine positive Erinnerung in meiner Kindheit im Ägerital. Denn ich durfte über ein paar Jahre dort in die Jungschar gehen, diese ist ähnliche wie die Pfadfinder "Pfadi" und auch in diese Organisierten Lager durfte ich mitgehen.

Gesammtansicht Ländli Oberägeri 06279 Verlag Ländli

Quellenangaben  

Gesammtansicht Ländli Oberägeri   

06279 Verlag Ländli  

6.4.1969  Besuchssonntag: Die Mutter kam mit ihrem Freund. Sie ist im Ländli in den Ferien. Sie hatte eine Auskratzung,
Diese Auskratzung war eine Fehlgeburt die meine Mutter hatte. Sie durfte dann ins Ländli zur Kur.

Weitere Erzählungen und Dokumente werden in nächster Zeit hinzukommen ...