Kanton Zug

Kinderheim Forsthaus A. Iten - Iten Unterägeri meine Mutter mit mir zusammen, nach kurzer Zeit musste Sie weg und ich blieb alleine zurück.

Stiftung evangelisches Kinderheim Lutisbach Oberägeri in der Zentralschweizerischen Diaspora

Kinderheim Bossard Hürlimann / Dr. Bossard Unterägeri  wo meine  Schwester aus der Schweiz eine Zeit lang war.

Ab hier wurden meine Mutter und ich von unserer Vormünderin Frau Margerit Steinmann in Horw hin und her geschoben. Sie veranlasste danach alle weiteren Schritte und brachte mich und meine Mutter vom Frauenheim Wolfbrunnen in Lausen im Kanton Baselland etwa im Februar 1965 in das Kinderheim Forsthaus A. Iten - Iten nach Unterägeri in diesen Kanton, wo wir kurzer Zeit später für immer getrennt wurden. Meine Mutter brachte Sie ins Mütterheim Alpenblick Hergiswil in den Kanton Nidwalden dort musste Sie nach 6 Monaten wieder weg und kam nochmals in diesen Kanton hier, in die Klinik Liebfrauenhof in Zug . Nach 1 Woche musste Sie dort wieder weg und unsere Vormünderin brachte Sie für 3 Jahre ins Töchterheim Sonnenberg Walzenhausen im Kanton Appenzell Ausserrhoden.
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Ich blieb nach der Trennung von meiner Mutter noch ein paar Monate im Kinderheim Forsthaus A. Iten - Iten. Danach kam ich zu diesem jungen Ehepaar nach Horw im Kanton Luzern, dann zog ich mit ihnen in den Kanton BernDort holte mich meine Vormünderin wieder ab und brachte mich in den Kanton Aargau. Von hier musste ich noch nicht ganz vierjährig schon wieder an einen anderen Ort und kam ich in diesen Kanton zurück. In das evangelisches Kinderheim Lutisbach in Oberägeri.

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Meine Schwester hier in der Schweiz kam viele Jahre später auch durch die gleiche Vormünderin die meine Mutter und ich schon hatten, hier in diesen Kanton in das Kinderheim Bossard Hürlimann in Unterägeri.

Wir hatten alle drei den gleichen Vormund.

Fast meine ganze Kindheit und Jugend verbrachte ich im Ägerital

Ungefähr im Februar 1965 kam meine Mutter mit mir in dieses Kinderheim. Sie blieb 3 - 4 Wochen, danach musste Sie weg und ich blieb alleine zurück. Nach sechs Monaten kam ich am 23.8.1965 zu einem jungen Ehepaar nach Luzern.
Forsthaus A. Iten - Iten Unterägeri

Forsthaus A. Iten - Iten


Kinderheim in Unterägeri

Diese Notiz nun in PDF Format waren meine Nachforschungen im Zusammenhang meines Aufenthaltes im Forsthaus Iten - Iten in Unterägeri die ich am 22. Sept. 2011 machte. Unterdessen fand ich ein Dokument von Horw 3. Mai 1967, wie man unten sieht, wo der Namen des Forsthaus einmal kurz erwähnt wurde und wann mich dort dieses junge Ehepaar holte.

Das Heim wurde privat geführt und daher gibt es nirgends wo Akten.

Soziale Fürsorge: Zeitzeugen für Forschungsprojekt gesucht Mai 2019  

Da ich im Kinderheim Forsthaus 1965 und im Kinderheim Lutisbach 1967 - 1981 war, habe ich mich gemeldet und im Oktober 2019 ein Interview gegeben und meine Geschichte erzählt.

Rückseite eines Fotos
Foto-Steins Köln E119 Hohestrasse


Ich suche immer noch diese Verbindung zum Kinderheim Forsthaus. Wenn Sie etwas darüer wissen, wenden Sie sich über Kontak E-Mail an mich. Danke.

Meine Mutter die 3 - 4 Wochen mit mir im Forsthaus war, erzählte immer wieder, wie schlecht Sie mich dort behandelten. Ich war verwahrlost (was man auf den Fotos erkennen kann), stank nach Urin, auch mein Bett stank sehr fest danach. Sie arbeitete dort und durfte mich, obwohl im gleichen Haus, nur im Besuchszimmer kurz bei sich haben. Ich war etwa 6 Monate dort. Als ich dann im Kinderheim Lutisbach war und wir bei diesem Haus. Vorbei spazierten, sagte ich immer, da war ich auch einmal. An diese schlimme Zeit mag ich mich nicht mehr Erinnern, jedoch mein Gefühl sagt mir, das meine Qualen dort angefangen haben. Die Ängste, die Dunkelheit, die ich bis heute habe, und es kann gut sein, dass mein erster sexueller Missbrauch schon dort stattfand.

Was im Forsthaus mit mir wirklich passierte, das werde ich nie herausfinden, ich war zu klein.

Ich fragte auch in der Gemeinde Unterägeri, sowohl im Staatsarchiv Zug, ob es Akten von mir und meiner Mutter über den Aufenthalt im Kinderheim Forsthaus gab. Sie haben keine gefunden, da das Heim privat geführt wurde. Auf einer Liste, die ich habe, steht, dass es eine private Schule war. Ein Heilpädagogisches ausgerichtetes Heim gegründet von Franz Josef Iten und seiner Tochter Anna für Kinder aller Altersstufen als Erholungsstätte. Einer meiner Quellen von damals sagte mir am Telefon, es sein ein Kinderhotel gewesen.
Zeitungsartikel 1977

Zeitungsartikel

Zeitungsartikel 1977 was aus dem Forsthaus geworden ist. Bekommen von der Gemeinde Unterägeri.


Dieses Haus existiert heute nicht mehr.

Dies schrieb meine Vormünderin im Mai 1967 in einem Ihrer-Berichte über mich. Das war, als ich noch nicht einmal vierjährig, in das Kinderheim Lutisbach kam. Jedoch hörten Sie dort über weitere Jahre nicht auf, mich von Ort zu Ort zu sehr vielen weiteren, mir fremden Personen abzugeben.

Die Entwurzelung ging weiter.

3. Mai 1967 Bericht Horw

Diese Voraussetzung ist bei Pflegeplätzen nicht unbedingt gegeben. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, das Kind in einem Heim zu platzieren. Im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri konnte ein Platz gefunden werden. Lutisbach ist ein kleines Heim mit ca. 20 Kindern. Die Kinder besuchen die Schule von Oberägeri und können bis zum Schulaustritt im Heim bleiben. Die Heimleitung ist bereit, Manuela nach dem 16. Mai 1967 aufzunehmen. Die Kosten belaufen sich auf Fr. 240.- pro Monat plus Krankenkasse von 6.90 Fr. und Nebenauslagen. Wir sind der Ansicht, dass es im Interesse und Wohle des Kindes ist, wenn es in diesem Heim nun die nötige Geborgenheit findet. Wir empfehlen daher, diesem Gesuche zuzustimmen. Hochachtungsvoll

Die relativ kleine Kinderzahl im Kinderheim Lutisbach, gestattet den Erzieherinnen und der Heimleiterin auf das einzelne Kind einzugehen. Somit ist eine sorgfältige Erziehung gewährleistet.

Der Gesundheitszustand des Kindes ist gut. Namhafte Krankheiten hat es keine durchgemacht. Manuela ist kräftig gebaut und hat ein gutes Aussehen.

Diese Erzieherinnen das waren 1 Praktikantin und 4 Frauen. Wir mussten die Heimleitung mit Tante ansprechen. Tante Hanni Sie leitete das Kinderheim und Tante Lilly war ihre rechte Hand. Tante Lilly war netter zu mir und Tante Hanni war böse.
Beide trugen Aargauer Werktags und Sonntagstrachten und hatten die Haare hochgesteckt

Ob die wirklich eine Ausbildung zur Heimleitung hatten, davon habe ich in all den Jahren nichts gemerkt.
Denn ich und ein paar andere Kinder, wir  wurden definitiv nicht Kinderrechten erzogen.

Wir hatten eine liebe Köchin die Tante Röösli. Sie war für das Essen zuständig und trug auch diese Trachten. Dazu kam regelmässig eine Frau, die in Oberägeri wohnte 1 Mal in der Woche zum putzte. Sie machte auch die Wäsche von uns allen und war meisten im Keller, in der Waschküche oder im Trockenraum /Bügelraum anzutreffen.

Dies auf 18 - 20 Kindern. Im 1. Stock waren die Knaben in 3 Zimmer und auf dem 2. Stock die Mädchen in 4 Zimmer  auf jedem Stock 1 Bad mit WC , dass jedoch nur die ganz kleinen oder Kranken Kinder benutzen durften. Dazu auf jedem Stock und im Parterre 2 WC. Wenn man ins Badezimmer oder auf  die Toilette musste, konnte man dies von innen nicht abschliessen.

So etwas wie eine Privatsphäre, dass gab es ganz sicher nicht.

Wir Kinder mussten täglich im Heim unsere Pflichten erledigen. Also unser Bett machen, putzen, Küchendienst, Rüstdienst usw. Sogar für die Lebensmitteleinkäufe wurden wir grösseren Kinder eingeteilt. Am Samstag im Haus und alles um das Haus draussen putzen. Die Schulpflichtigen KInder gingen in die öffentliche Schule und jene im Kindergarten Alter hatten dies im Heim. Die Tanten nannten es "Rückmik". Dazu der tägliche Zwang, ein Instrument zu spielen. Ich hatte da meine verhasste Flöte.      

Mit all diesen Pflichten blieb wenig Spielraum um Kind zu sein.

Akten Heimeintritt 19.5.1967 - 10.8.1981

Heimeintritt 19.5.1967 Ausserehelich / Protestantisch / Name des Vaters: unbekannt, jedoch bei Bürgerort steht: Italiener
Meine Vormundin wusste immer, wer er war, denn sie hatte auch eine Kopie meines Originals, das mir meine Mutter gab. Sie kannte seinen Vor- und Nachnamen, sein Geburtsdatum und dass er die Vaterschaft anerkannte. Sie wusste immer, wo er wohnte, denn alle Saisonier in der Schweiz mussten sich in ihren jeweiligen Gemeinden an- und abmelden.

Bei den Allgemeine Charakteranlage des Kindes steht: Verträglich, liebesbedürftig und anhänglich.
Das ist normal, weil ich am 19.5.1967 gerade einmal 3 Jahre 10 Monate alt war.

Inhaber der elterlichen Gewalt:    Inhaber was für eine Bezeichnung 
* Unpassendes ist zu streichen! 

Erster Heimeintrittbericht: 1967  -  26.4.  Die Gemeindefürsorgerin von Horw. Frl. M. Steinmann, fragte, ob sie die bald vierjährige Manuela bei uns aufnehmen könnten. Wir sagten zu.  

Es ist das einzige Dokument, auf dem das Forsthaus erwähnt wird.

Grund der Versorgung: 

Manuela wurde in Liestal geboren. Nachher kam es mit seiner Mutter ins Frauenheim Wolfbrunnen, Lausen. Nach zwei Jahren musste Mutter und Kind dort weg. Wir versuchten Mutter und Kind zusammen an den gleichen Platz zu bringen, was im Kinderheim Forsthaus Unterägeri möglich war. Nach kurzer Zeit musste die Mutter aber wieder fort, das Kind blieb einige Monate dort.  Dann wurde es in eine Pflegefamilie nach Horw platziert. Leider dauerte dieses Pflegeverhältnis nur ca. 1 Jahr. Seit Oktober 1966 ist es an seinem zweiten Pflegeplatz, das es wieder verlassen muss, da sich die Pflegemutter zu viel zugemutet hat und gesundheitlich geschwächt ist. Neben Manuela hatte Sie noch drei weitere Pflegekinder zwei davon Adoptivkinder. Das Kind sollte nun bis zum Schuleintritt in Ihrem Heim bleiben können.
Armenpflege Horw
Rechnungsstellung ebenfalls an Armenpflege Horw
Horw, den 3.Mai 1967

Diesem Anmeldeformular ist ein ärztliches Zeugnis auf unserem vorgedruckten Fragebogen beizulegen.
Dieses Zeugnis habe ich bis heute nicht gefunden.

Im Bericht Horw steht:

Seine Mutter befindet sich noch bis Ostern d.J. im Töchterheim Sonnenberg, Walzenhausen. Sie besucht das Kind ca. 2 - 3-mal pro Jahr. Häufiger Besuch würde von der Heimleitung nicht geschätzt. ... Betschart hingegen möchte den Kontakt mit dem Kind auf keinen Fall aufgeben. 
Meine Mutter besuchte mich nie 2-3-mal im Jahr. Sie durfte im ersten Jahr gar nicht kommen und später nur besuchen, wenn ihre Mutter, meine Grossmutter dabei war und dies von den Heimtanten im Kinderheim erlaubt wurde. Wenn Sie die Erlaubnis der Heimtanten nicht bekam, durfte Sie mit mir nicht einmal ins Dorf oder in ein Restaurant gehen.

 Umschulung Händigkeit - ein massiver Eingriff in die Entwicklung der Lateralität
von Jan-Ole Schümann 2003/2004

Ich bin als Linkshänderin in dieses Kinderheim Lutisbach gekommen und wurde auf Rechts umerzogen. Ich habe Erinnerungen an das Zeichnen und Schreiben mit der linken Hand. An diese Umerziehung kann ich mich jedoch nicht erinnern. Gewisse andere Kinder durften weiterhin mit der linken Hand schreiben. Es hing davon ab, ob man ein Bastard war oder aus gutem Hause. 

Unsere Köchin, wir nannten Sie auch Tante, war die gute Seele im Kinderheim Lutisbach.

Obwohl mir nicht alles schmeckte, was Sie kochte, war Sie immer zu allen Kindern neutral und nett. Ich mag mich bis heute an kein böses Wort von Ihr erinnern. Wenn wir als Hausaufgaben lesen oder auswendig lernen hatten, gingen wir Kinder immer zu ihr in die Küche, um zu lernen, während Sie das Essen vorbereitete.

Ich wurde mehrere Male an mehreren Orten sexuell missbraucht ...
Meine Missbräuche, an die ich mich immer mehr erinnern kann ...
Sie kommen nachts in meinen Albträumen und verfolgen mich bis heute ...
Mein Alter in diesen Erinnerungen und Albträumen war zwischen vierjährig, bis ich etwa vierzehn Jahre alt war. An zu vielen Orten ...


Sie halten mich an den Händen an den Füssen fest, ich kann mich nicht wehren, habe Angst, will schreien ... das ist die Erinnerung an diese zwei jugendlichen im Kinderheim Lutisbach, die mich missbrauchten. Ich kenne ihre Vornamen und Namen und weiss, sie machten dies noch mit andern Mädchen. Die Heimtante wusste es.
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Ein älterer Herr seine Silhouette. Er kommt nachts in mein Zimmer ... Ich ersticke fast, bekomme keine Luft, ich habe Angst. Es ist dieser Pfarrer vor dem ich Angst hatte, in einem dieser Kinderheime in Braunwald. Er kam sogar in den Lutisbach zu Besuch, die Heimtanten nannte ihn beim Vornamen.
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An einem dieser Orte, bei dieser Privatfamilie in Braunwald, da war ein älterer Herr. Er erscheint mir nachts in Form eines
sehr bösen Gesicht ich hatte immer Angst vor ihm. Was er noch mit mir machte, weiss ich nicht mehr.
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Noch zwei ähnliche Erinnerungsfetzen. Ein etwas jüngeren Mann an einem Ort mit einem dunklen Gang, mit einem roten Teppich auf dem Boden in einem Ferienhaus, es könnte in Adelboden sein und in einem  Schullager.

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 Ein anderer Erinnerungsfetzen, ob es an einem dieser Orte war oder an einem anderen Ort, keine Ahnung. Ein jüngerer Mann, als ich aufwache, lag er auf meinem Rücken, ... ich bekam keine Luft  ...  konnte mich nicht wehren.
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Da ist noch eine Wendeltreppe, in einer Kirche. Wenn ich nach unten schaue, ist es dunkel und es beschleicht mich ein komisches Gefühl der Angst. Bei dieser Erinnerung, wenn ich ihm die Hand gab, ekelte es mich an, es war auch ein Pfarrer.
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Ich wachte in all diesen Albträumen schweissgebadet auf und kann nicht mehr atmen. Nach Luft schnappend über Minuten liege ich ganz starr da. Es verfolgt mich dann durch den ganzen Tag. Ich erlebe es wieder und wieder. Es ist bis heute sehr real, wenn mich wieder einmal diese Erinnerungen, einer dieser Albträume plagen, so als ob ich wieder in meiner Kindheit wäre.

Wie viele Erinnerungen, Fetzen, Flashbacks, Trigger kommen noch ... es sind zu viele, die immer wieder in regelmässigen Abständen kommen.

War das mein Missbrauchsmonster?

Mein Missbrauchsmonster


War das mein Missbrauchsmonster?


Gezeichnet 1970

7.9.1971 Da sie nach dem Schlussmachen immer wieder zueinander in die Zimmer gingen, musste das Zimmer abgeschlossen werden. Manuela schrie später wie am Spiess, sie müsse aufs WC, obwohl sie erst gerade gewesen war.

Ich fand diese Erwähnung, dass Sie mich im Zimmer eingesperrt hatte einmal im ganzen Heimbericht.
Sie machte dies jedoch oft und auch mit anderen Kindern.

Sehr viele Jahre verfolgten mich auch diese Erinnerungen: Eingesperrt in den Heizraum oder in den Keller entweder wo die Kartoffeln oder wo die Äpfel waren. In mein Zimmer oder in das Nähzimmer oder in das Badezimmer dort sass ich bei der Dusche auf einer Holzbank vis- a- vis mit einem kleinen Abstand das WC. Nur mit Pyjama und Finken ohne Socken. Bevor Sie abschloss, schraubte Sie die Glühbirne noch heraus. Dies machte Sie überall, wo Sie mich einsperrte. Es war dann dunkel, es war kalt, ich fror immer. Das einzig Interessante, im Badezimmer war, dass Fenster es hatte längliche Rillen. Die Lichter der Autos. gelb und rot leuchteten dadurch komisch. Mit einem Auge oder wenn ich schielte, das war meine Ablenkung. Um 21 Uhr kamen die grossen Mädchen dann durfte ich ins Bett.
Völlig durchgefroren, konnte ich noch schlechter einschlafen, als sonst.

Im Badezimmer musste ich auch oft den Mittagsschlaf machen. Auf diesem kalten Plättliboden nur eine dünne Schaubstoffmatte mit einer dünnen Wolldecke. Es hatte zwar eine Heizung in diesem Raum, es war jedoch kalt, ich fror immer.

Von anderen Kindern wurde ich in den Putzschrank gesperrt. Es war dunkel, es eng, ich stand auf einem Blocher und konnte mich nicht bewegen, es roch nach Politur. Ich schrie, lasst mich heraus.
Dazu sperrten Sie mich mehr als einmal in mein Spielzeugschränkli im unteren Stock, wo die Knaben waren. Sie hatten verschiedene Farben und ein jedes Kind hatte eines, um seine Spielsachen hinein zu legen, meines war rot und fast leer.

4.11.1971 Manuela war nicht am Tisch beim Morgenessen. Sie trotzte zusammen mit … und …. im Aufgabenzimmer. Zusammen mit … und … trotzte sie draussen und versuchte bei Nachbarsleute etwas zum Essen zu erhalten. Sie wollte am Abend nicht hinein und waren sehr aufgezogen und unfolgsam.

5.11.1971 Die Kastanien mussten aufgegessen werden. Manuela half tapfer mit und fand sie doch nicht so schlecht.

Diese Kastanien gab es mit Rotkraut und Kartoffel. Man roch sie schon am morgen früh beim Aufwachen. Es stank durch das ganz Heim und ich wusste heute gibt es sie. Daher wollte ich nicht zum Frühstück. Wenn ich dies roch, wurde mir immer schlecht. Ich war nicht tapfer als ich sie ass. Ich schluckte diese Kastanien im Ganzen Stück herunter, hielt mir dabei die Nase zu. Es kam hoch ein zwei, dreimal. Funktionierte nicht. Also verweigerte ich alles was ich nicht gern hatte. Einmal machten wir einen Essstreik. Wir waren 6 Kinder die sich weigerten und sassen auf dem Baum bei der Rutschbahn. als dann alle assen, gingen wir zu den Nachbarn und erzählten, was für ein "grusiges" Essen wir gerade wieder bekamen. Sie gaben uns Bananen und Guetzli. Wir wurden natürlich bestraft, Die Strafe bin ich mir nicht mehr sicher, welche. Da ich so viele Strafen bekam. Glaube es war Radioverbot und wir durften eine Zeit lang nicht mehr draussen spielen. dazu gab es Sackgeldentzug bis wir den ganzen Betrag zurückbezahlt hatten.

Da es immer zum Nachtessen aufgewärmt wurde ass ich dann 24 Stunden nichts mehr.
Heute lebe ich mit einer Essstörung. Essen ist für mich ein notwendiges Übel und eine Auswirkung dieser Erziehung.

9.11.1971  Auch Manuela war beim Mittagstisch wieder sehr übermütig und wusste kaum wie sich benehmen. Klaps zur Abkühlung …

Was sie als Klaps zur Abkühlung schrieb hat Sie in meinem Heimbericht nur einmal erwähnt. Es waren zu viele Schläge und nicht nur ein Klaps. Sie wendete dies auch an anderen Kindern an. Irgendwann gab es dann noch diese sehr schmerzhaften "Kopfnüsse" sagten wir Kinder denen. Mit Ihrem Emailring. Er war gross, goldig mit einem gesprickelten Türkisstein uns sehr schmerzhaft, wenn Sie damit auf den Kopf schlug. An den Haaren oder den kurzen Backenhärchen "Zännihaare" zog sie auch oft.

Körperliche Gewalt war bei mir an der Tagesordnung, nicht nur im Kinderheim von den Tanten und gewissen Kindern. Sogar in der Schule von gewissen Lehrer und Mitschülern bekam ich so einiges ab.

Bei Manuela, da bisher noch nirgends Wurzeln schlagen konnte, zeigten sich bereits kleine Anzeichen innerer Verwahrlosung. Durch die schlechten Erfahrungen mit den beiden letzten Pflegeplätzen wage ich es nicht mehr, für Manuela einen neuen Pflegeplatz zu suchen. Glücklicherweise war im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri ein Platz frei und Manuela konnte am 19.Mai 1967 dort eintreten.
Seither befindet es sich dort und entwickelt sich normal, seinem Alter gemäss.

Dies schrieb meine Vormünerin. Jene Person, die all dies mit mir machte. Ich war in diesen nicht ganz 2 Jahren sogar an drei verschiedenen Orten. Ich habe immer wieder beim Lesen gestaunt, wie sie sich ihre Geschichte so zurecht gelogen hatte.

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29.4.1972  Familie … von Baar hat sich bereit erklärt, Manuela hin und wieder über das Wochenende zu sich zu nehmen. Sie kamen heute Nachmittag, um einen ersten Kontakt auszunehmen. Frau … fragte Manuela, wann sie zum ersten Mal kommen möchte, ob sie sie am Ende gleich mitnehmen sollten. Ohne langes Besinnen sagte Manuela ja, und so konnte sie gleich mitgehen.

An Sie mag ich mich sehr gut erinnern. Sie waren reich, hatten ein Einfamilienhaus mit grossem Umschwung und zwei Kinder und ein Boxerhund. Das Mädchen war in etwa in meinem Alter und hatte alles, was man sich so als Mädchen wünschen konnte. Am meisten gefiel mir diese übergrosse Puppenstube in einem Spielzimmer im Keller. Es gefiel mir wahnsinnig gut bei ihnen. Aber wie es für mich unterdessen normal war, durfte ich eines Tages nicht mehr zu ihnen.
Die Heimtanten sagten damals zu mir, sie hätten keine Zeit mehr für mich und andere Interessen.
Ja, auch die Heimtanten logen sich ihre Geschichten zurecht.

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Obwohl ich seit 1968 auf Erstfeld im Kanton Uri zu einer Ferienpflegefamilie gehen durfte, kam es diesen Heimtanten in den Sinn, mich an den Wochenenden und auch in den Schulferien zwischen April 1972 bis April 1973 noch zu dieser Familie in Baar abzugeben.

 Kinderheim Bossard - Hürlimann 
Meine Schwester hier in der Schweiz war eine Zeit lang dort, ab wann und wie lange weiss ich nicht mehr.

3.7.1978  In einem Bericht meiner Vormünderin steht:

Das ich zusammen mit meine Vormünderin meine Schwester, die in Kinderheim Bossard in Unterägeri, besuchte. Denn es war nicht sehr weit weg vom Kinderheim Lutisbach in Oberägeri. Ich war damals 15 und meine Schwester 8 Jahre alt.

Kinderheim Bossard Hürlimann Unter - Ägeri

Bossard Hürlimann Unter - Ägeri


Dieses Kinderheim ist auch bekannt unter dem Namen
Dr. Bossard. 

Ich selber erinnere mich nur daran, dass meine Schwester hier in der Schweiz im Kinderheim Bosshard in Unterägeri war und Sie mich ein zweimal im Kinderheim Lutisbach in Oberägeri besuchte, sie war da etwa fünf Jahre alt.

Wir durften uns nie wirklich kennenlernen. Unsere Vormünderin sorgte schon dafür. Wir, unsere Mutter, ich und meine Schwester hatten die gleiche Vormünderin. In meinen ersten 20 Jahren sah ich meine Schwester sicherlich nicht mehr als 2 - 3 Mal. So konnte keine wirkliche Beziehung entstehen. Als ich Erwachsener war, versuchte ich dies nachzuholen. Habe sie ein paar Mal getroffen und sie sogar mitgenommen, wenn ich unser Mutter besuchte.  Kontakt zu meiner Schwester habe ich seit sehr vielen Jahren nicht mehr.
Man kann nicht etwas kitten das nie entstehen durfte.

So hatte man Menschen systematisch kaputtgemacht und das hier ist nur ein kleiner Teil, der schriftlich in meinem Heimbericht festgehalten wurde. Vieles haben Sie mündlich an all jene weitergegeben, die mit uns zu tun hatten.

Daher spuckt es in sehr vielen Köpfen über Generationen bis heute herum, was wir doch für schlechte Menschen waren. Die man korrigieren und in die richtige Bahn leiten musste. Wie Sie dabei mit mir und meiner Mutter und auch mit ihrer Mutter meiner Grossmutter umgingen war ihnen scheiss egal.    
Meine Mutter hat über sehr viele Jahre um mich gekämpft, weil Sie mich zurückhaben wollte. Man hat ihr sehr viel Leid angetan. Viele Steine in den Weg gelegt. Nachdem Sie aus dieser Anstalt in Walzenhausen entlassen wurde, verliebte sich 1968 wieder. Sie lernten sich kennen, kamen mich zusammen im Kinderheim besuchen. Sie verlobten sich. Sie wurde schwanger und wollte heiraten. Die Erlaubnis bekam Sie erst im Sommer 1972. Also zwei Jahre 1970 nachdem meine Schweizer Schwester auf die Welt kam und ihr kurz danach von unserer Vormünderin weggenommen wurde.
Die Vormpünderin zögerte alles heraus, die Heimtanten halfen ihr dabei. So lange, bis ihr Freund, der Vater meiner Schwester, die Beziehung beendete. Geheiratet haben Sie nicht mehr.

Im Herbst 1973 zog meine Mutter dann definitiv nach Zürich, bekam eine nette Beiständin, durfte endlich ihr Leben leben, wie sie es wollte.

Alle Unterlagen, die ich vom Kinderheim Lutisbach bekam, über meine Kindheit von 13 Jahren, das sind 31 Seiten. Dazu gehören: Heimeintritt ohne Anmeldeformular-Fragebogen, Berichte, was Sie so über mich meinten, Krankheiten usw. und ein Prüfungsbogen mit Test für den Schuleintritt. Das ärztlichen Zeugnisses fehlt bis heute. Der Heimbericht fängt am 26.4.1967 mit der Zusage, dass ich in dieses Heim konnte an und hörte am 8.2.1979 auf obwohl ich meinen Heimaustritt erst am 1.8.1980 hatte.  

Als ich dies zum ersten Male las, fiel mir auf der Ersten Seite beim Eintrag für den Namen meines Vaters auf: Das Sie  tatsächlich: Italiener schrieben. Dies zu lesen, alleine zog mir die Füsse unter dem Boden weg. Haben Sie doch alle ausser meine Mutter, immer diese Tatsache verleugnet und dass Sie nicht wissen, wer mein Vater war.  Was mir auch noch aufgefallen war, dass vieles an was ich mich erinnere, gar nicht im Bericht steht. Jedoch sehr viel Schlechtes über meine schulischen Leistungen, meine schlechten Noten und das ich nicht sehr intelligent sei. Was Sie mir auch immer wieder sagten, dass ich dumm sei.

Das Erstaunliche an diesem ganzen Heimbericht ist, dass er sehr viele Schreibfehler hat. Sie selber waren nicht besser, aber kritisierten mich, ein Kind.

So hatte man meine Mutter und mich behandelt, schlecht gemacht und zu einem Menschen abgestempelt, die wir nie war. Wir wurden von den Behörden, Pflegeplätze und Institutionen, wo wir überall hinmussten, gezeichnet fürs Leben. Meine Mutter gab irgendwann auf dieser Strecke auf, um mich zu kämpfen. Sie hatte einfach keine Kraft mehr.

  Meine Mutter hatte ein Babyalbum für mich gemacht, das sie mir einmal gab. Auf der Rückseite eines dieser Fotos (letztes Foto in dieser Slideshow) wo Sie zusammen mit ihrem Freund mich besuchen kam, schrieb Sie dies dazu.

Wir waren ganz normale Menschen. Aber Menschenrechte hatten wir keine. Soviel zu unserer Schweiz, die immer so grossartig dastehen will, es aber überhaupt nicht war. Damit umgehen können Sie bis heute nicht, was damals nicht nur mit uns geschah!

Unsere grosse Tanne damals ...

Da war eine sehr grosse Tanne, auf die wir Kinder klettern durften. Wenn ich heute so zurück denke, ein gefährliches Unterfangen und etwas eigenartig, das die Tanten uns dies erlaubten. Zuvor mussten wir jedoch alte Trainer anziehen und dann ging es los. Oft machen wir ein Wettklettern, wer zuerst in der Spitze oben ist. Oben angekommen war es ein Gefühl von Freiheit. Und beim Hin und Her schwingen ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Schulhaus in Oberägeri Ed. Iten – Nussbaumer, Oberägeri

Schulhaus in Oberägeri


Quellenangaben
Ed. Iten – Nussbaumer, Oberägeri

Hier ging ich von 1970 – 1981 in die öffentliche Schule.

Ich wurde nicht nur im Kinderheim von den Heimtanten und Kinder geschlagen, gemobbt und eingesperrt. Es ging in der Schule weiter, von fast allen Schülern und einigen Lehrer, wurde ich wie Dreck behandelt. Gewisse schlugen mich sogar. Vor allem wenn der Notendurchschnitt der Klasse nicht gut war.

Ein Lehrer warf regelmässig ein dickes Buch, sein Schlüsselbund oder eine Wandtafelkreide nach mir. Manchmal zog er auch, wegen meinen Schreibfehler, seitlich an meinen kurzen Haaren oder an den Ohren, so fest das ich aufstehen musste, denn es tat schrecklich weh.

Wir hatten damals in meiner Schulzeit noch katholische Klosterfrauen. Eine war besonders böse, jedoch nicht nur zu mir. Sie erteilte regelmässig „Tatzen“ mit einem dicken Lineal auf den Handrücken. Bei Ihr gab es sogar die Note null, wenn ihr etwas nicht passte. Die andere Klosterfrau hatten wir in er Handarbeitsstunde: Beim Häkeln, wenn man dies falsch herum machte, schlug Sie mit einem Stock aus Holz auf die Finger.

Mein einziger Freiraum, wo ich meistens meine Ruhe hatte, war auf dem Heimweg. Ich vergass die Zeit, weshalb ich dann immer zu spät ins Kinderheim zurückgekehrt. Dort wurde ich dafür bestraft, dass ich zu spät zum Mittag- oder Abendessen kam. Da ich kein Dessert mochte, war mein ganzes Mittagessen alles in der Suppe, einschließlich des Salats. Das Abendessen bestand aus Wasser und Brot.

Die beiden Heimtanten gingen im Mai 1977 da war ich 14 Jahre alt. Es kam ein junges Heimleiter Ehepaar. In diesen drei Jahren, bevor ich aus dem Kinderheim kam, durfte ich ein wenig Kind sein.  

Jedoch was die Vormundschaft anging, konnte auch die neun Heimleitung, sowohl andere Personen nichts gegen Ihre Macht tun.

Denn meine Vormünderin bestimmte immer noch weiter mein Leben.

Mai 1965
Juni 1968

Nach dem Heimleiter Wechsel bekam ich einen Schuhkarton, den Sie beim Aufräumen des Büros von dieser Tante fanden. Darin waren all meine persönlichen Gegenstände, die ich beim Heimeintritt bei mir hatte: Mein Didi „eine Puppe“, eine Silberkette mit meinem Namen, darauf, 50 Franken. Eine hellblaue Bluse mit einem weissen Röckli und Zeichnungen, die ich als Kleinkind gemalt habe.

Die Tanten nahm mir beim Heimeintritt am 19.5.1967 da war ich gerade einmal 3 Jahre 9 Monate alt, alles weg was ich mitbrachte, so als ob ich in ein Gefängnis eingeliefert wurde. Das zeigte, wie grausam Menschen sein konnten.

15.9.1977  Steht In meinem Heimbericht ein Gespräch von meiner Mutter, was Sie am Telefon sagte:  

Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie so lange nichts von sich hören liess. Sie habe eine schwierige Jugendzeit hinter sich.  Bis 24 Jahren habe Sie in Heimen gewohnt und sei viel geschlagen worden. Sie habe noch ein zweites Kind, welches genauso nervös sei wie sie. Nun sein sie unterbunden, leider stehe sie immer noch unter Vormundschaft. Zurzeit arbeite sie halbtags im Rathaus, daneben stemple sie ….
Sie leide unter Depressionen, zwei Selbstmordversuche seien gescheitert.

Durch unsere Vormünderin durfte meine Mutter ins Ländli zur Kur gehen, 2 oder 3 Mal.
Meine Mutter war immer gerne dort. Sie sagte zu mir: Alle seien so freundlich zu ihr und Sie komme etwas zur Ruhe. Vor allem konnte Sie mich im Kinderheim Lutisbach besuchen, das nur ein paar Kilometer entfernt war. Einmal, so mag ich mich erinnern, ging ich zu Ihr. Nicht nur dies ist für mich eine positive Erinnerung in meiner Kindheit im Ägerital. Denn ich durfte über ein paar Jahre dort in die Jungschar gehen. Dies ist ähnliche wie die Pfadfinder "Pfadi" und in diese Organisierten Lager durfte ich mitgehen.

Gesammtansicht Ländli Oberägeri 06279 Verlag Ländli

Quellenangaben  

Gesammtansicht Ländli Oberägeri   

06279 Verlag Ländli  

6.4.1969  Besuchssonntag: Die Mutter kam mit ihrem Freund. Sie ist im Ländli in den Ferien. Sie hatte eine Auskratzung,
Diese Auskratzung war eine Fehlgeburt die meine Mutter hatte. Sie durfte dann ins Ländli zur Kur.

27.11.1980 war der Termin bei der Berufsberatung in Luzern, das heisst meine Vormünderin wollte dies.
Ich erinnere mich, dass ich mit dem Zug auf Luzern fuhr und meine Vormünderin dort traf. Zuerst durfte ich auf 3 oder 4 Seiten, wo alles Berufe stand, ankreuzen, welche Berufe mir gefielen. Dann fragte dieser Berater meine Vormünderin wie es mit meinen Schulnoten aussähe Sie bestimmte den ganzen restlichen Verlauf dieses Gespräches. Männerberufe kamen nicht infrage und die anderen, so meinte sie, reichen nicht für meine schlechten Leistungen.  

Sie machte mich herunter, als wäre ich der letzte Dreck. Für Sie war von Anfang an klar, was ich ihrer Meinung nach Erlernen musste. Für Sie kam nur einen Beruf in Frage, damit ich eine Anständige Ehemann bekäme Heiraten und Kinder kriegen könne, meinte Sie. Eine Lehre als Familienhelferin. Wie im tiefsten Mittelalter dachte ich, hatte jedoch keine andere Wahl. Für mich fühlte es sich damals an, als würde Sie mir mit einem Basketballschläger auf den Hinterkopf schlagen. Sie ignorierte die neue Leitung des Kinderheimes, der mein handwerkliches Geschick erkannte und sich bemühten, dass ich eine Lehre in Oberägeri in einem Betrieb mache (Schreiner, Velomechaniker, Gärtner) und bis nach der Lehre im Kinderheim bleiben könnte.  

Es war eine erzwungene Lehre, die Sie mir vorschrieb: Was ich wollte oder welche Fähigkeiten ich hatte, war ihr scheissegal.

Mein Heimaustritt war am 1. August 1981 ich zog von diesem Kanton in die Agglomeration in den Kanton Luzern wo mein Obligatorisches Haushaltslehrjahr anfing. Das damals einzige Vorpraktikum das Obligatorisch für alle Mädchen nach der Schule war.
Die anderen Vorpraktikum die ich noch machen musste und meine Vormünderin zu mir sagte, dass diese obligatorisch seine, das war eine weitere Lüge von Ihr.  

Das Einzige, was ich durchsetzen konnte, war, dass ich nicht ins Welschland musste. Da habe ich mich sehr dagegen gewehrt: Keine zehn Pferde würden mich dorthin bringen, ich kämme direkt wieder zurück und wenn dies zu fuss sei. Sagte ich damals immer wieder.
Denn es wurde mir damit gedroht, wenn ich nicht brav war. 

Ich lebe bis heute im Kanton Luzern. Unter Vormundschaft stand ich nie mehr, jedoch was die Behördenwillkür angeht, dass hat sich bis heute nicht zum Besseren verändert. Es fühlt sich oft an, als hätte ich einen riesigen sichtbaren Stempel auf meiner Stirne. Ich wäre überhaupt nicht erstaunt, wenn meine Vergangenheit in all meinen Dossier in den jeweiligen Ämtern vermerkt ist.