Kanton Baselland

Frauenheim Wolfbrunnen Lausen - meine Mutter war Schwanger mit mir. Ich kam im Spital Liestal zur Welt und wurde in Lausen getauft

Heil - und Pflegeanstalt (Psychiatrie) Hasenbühl Liestal  - Meine Mutter musste 3 Tage dort hin. Für dieses Attest und für die Anwendung dieses Art. 369 ZGB für die Anwendung der Kindswegnahme.

Viele minderjährige Mütter von der Zentralschweiz kamen früher in ausserkantonalen Institutionen unter, um ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Zu oft wurden die Kinder der Mutter nach der Geburt oder etwas später weggenommen.

Meine Mutter, reformiert kam am 19.2.1963 vom Kanton Luzern ins Frauenheim Wolfbrunnen Lausen. In einem Dokument, das ich habe, schrieben Sie Lausen Basel Heim für Töchter, hier in diesem Kanton. Sie war zu dieser Zeit minderjährig und mit mir schwanger. Damals in der katholischen Zentralschweiz eine Schande, unverheiratet ein Kind zu bekommen. Also brachte man Sie, bevor man Ihre die Schwangerschaft ansah, dort hin. Wer dies veranlasst, so vermute ich, waren es ihre Eltern. Genau weiss es jedoch nicht. Ich kam im Spital Liestal auf die Welt und wurde in Lausen getauft. In dieser Einrichtung blieben Mutter und Kind zwei Jahre zusammen. In diesem Zeitraum 1965 brachte man meine Mutter für 3 Tage in die Psychiatrie Hasenbühl in Liestal für ein Attest. Um den Art. 369 ZGB für die Kindswegnahem anzuwenden. Sie war nicht geisteskrank oder schizophren, wie es damals in diesem Artikel hiess. Meine Mutter war immer gesund. Bis heute weiss ich nicht, wer dies veranlasste. Ich vermute, dass es unser Vormüderin war. Das es dieses Dossier von Ihr dort gibt, wurden mir 1996 bestätigt.

Damals wurde dieser Gesetzesartikel an sehr vielen Müttern angewendet, um ihre Kinder wegzunehmen.

Kurz nach meiner Geburt fing das Gerichtsverfahren im Kanton Schwyz an. Jener Kanton, in der ihre Mutter, meine Grossmutter damals wohnte und eine Arbeitsstelle hatte. Es ging um die Vaterschaftsanerkennung und so wie es aussah, versuchte Ihre damals geschiedene Mutter, meine Grossmutter das Sorgerecht für mich zu bekommen.

Alles Weitere, was mit uns passierte, veranlasste, wie ich aus all den Akten lesen konnte unsere Vormünderin Frau Margerit Steinmann von Horw im Kanton Luzern. Sie war es, die uns dann zusammen im Februar 1965 auf Unterägeri im Kanton Zug in das Kinderheim Forsthaus A. Iten - Iten brachte.

Sehr viele Jahre sind unterdessen vergangen  .....  1996 - 1997 machte ich alle Anfragen mit Schreibmaschine, viel Briefpapier, viel Tippexband, viele Briefmarken, viele Antworten alles per Post sowohl auch per Telefon. Gewisse Briefe kamen retour mit Absender unbekannt. Ich verbrachte unzählige Stunden in den nahegelegenen Telefonkabinen. Dort gab es Telefonbücher aus der ganzen Schweiz. Es war eine zermürbende suche nach meiner Vergangenheit und ich hörte im Mai 1996 auf, als ich meinen Vater in Italien fand.  Weiter suchte ich erst wieder etwa 2011 aber dann mit dem Computer-Internet den ich ab 1999 zuhause  hatte.

Wichtiger für mich war, mein Vater mit seiner Familie und meine zweite Heimat zuerst besser kennenzulernen.

Antwort auf einer meiner Briefe 8.9.1996 als ich meine ersten Nachforschungen Betreff Mutter und mir im Frauenheim Wolfbrunnen bei der Gemeinde Liestal anfragte. Diese bei einem Telefongespräch 29.10.1996. Meine Handgeschriebene Notiz: In Liestal ist nichts über uns (keine Akten). Sie suchten noch im Geburtenregister. Dort steht das ich im Kantonsspital Liestal zur Welt gekommen bin. Wolfbrunnen ist in Lausen und existiert noch.

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Bemerkung: Ihr Schreiben vom 19.10.1996. Als Beilage senden wir Ihnen Ihren Geburtenschein mit Einzahlungsschein. Die Gebühr von Fr. 10. -  wollen Sie uns bitte demnächst überweisen.

Ihre Mutter hatte im Zeitpunkt Ihrer Geburt in Meerlischachen gesetzlicher Wohnsitz. Ob sie sich im Wohnheim Wolfbrunnen in 4415 Lausen, Hauptstrasse 4, aufgehalten hat, geht aus dem Geburtenregister nicht hervor. Wenn Sie mehr erfahren möchten, wenden sie sich bitte direkt an die obige Adresse oder an die Vormundschaftsbehörde in Meerlischachen. (vermutlich in Küssnacht a. Rigi …. )

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3.4.2014 Antwort der Einwohnerkontrolle Liestal

Leider können wie Ihnen nicht weiterhelfen, da Sie keine Einwohnerin von Liestal waren ... versuchen Sie es doch bei der Gemeinde Lausen … da ich Oktober 1996 schon anfragte und Sie schrieben, dass ich mehr weiss als Sie, lies ich es sein.

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4.3.2014 Antwort vom Staatsarchiv Baselland

Von mir gibt es diesen Taufeintrag im Kirchenbuch der reformierten Kirche in Laufen vom 29.9.1963. Sie schrieben noch dazu, dass die Birmannstiftung vom Kanton Baselland Vormundschaftsdossier geführt haben. Weitere nachfragen habe ich nicht mehr gemacht, da ich im 2014 wusste, dass unsere Dossiers in Horw sind. Mehr fand ich nicht über uns, in diesem Kanton heraus.

6016 Liestal Heil - und Pflegeanstalt Hasenbühl

Heil - und Pflegeanstalt Hasenbühl 

Während dem Aufenthalt in Wolfbrunnen brachte man meine Mutter für 3 Tage in die Heil – und Pflegeanstalt Hasenbühl in Liestal für dieses Attest der Kindeswegnahme. Wer dies machte, weiss ich bis heute nicht, da ich keinen Zugriff auf die Akten von Ihr habe, solange sie Lebt. Eine Entbindung der Schweigepflicht brachte ich schon damals 1996 nicht über mein Herz. Zu sehr sah ich in all den Jahren zu, was Sie an Ihr anrichteten.

Versorgt - Geboren - Getauft

Kanton Basel - Landschaft 

Auszug aus dem Geburtenregister des Zivilstandskreises Liestal - Band 1963 Seite 305 Nr. 610. 

1963 Taufregister Lausen im Staatsarchiv Basel - Landschaft

Copie Zivilstandsamt Sattel SZ  21. August 1996  Kurzantwort: Wir besitzen von Ihnen nur die Angaben aus dem obigen Geburtenschein. Sie wissen also mehr als ihre Heimatgemeinde. Ihr leiblicher Vater wäre uns bekannt, wenn eine offizielle Anerkennung stattgefunden hätte. Sie wussten nichts von all dem, obwohl der Gerichtsfall im gleichen Kanton war ...

Meine Mutter kam am 19.2.1963, bevor ich geboren wurde, dorthin.

Ich war da noch in ihrem Bauch von ihr. Dazumal eine Schande, ein uneheliches Kind dazu von einem italienischen Gastarbeiter auf die Welt zu bringen, also musste Sie dort hin. Ich kam am 19.7.1963 im Spital Lausen zur Welt und wir blieben noch einige Zeit lang dort im Frauenheim Wolfbrunnen.

Viele Jahre später, als ich meinen Vater mit seiner Familie fand, sagte es zu mir einmal, dass er mich dort Besuchte und er zeigte mir sogar ein Foto von mir. Dies war im Zeitraum, wo der Gerichtsfall noch in Abklärung war. Er wurde irgendwann in dieser Zeit von der Fremdenpolizei aus der Schweiz gejagt, obwohl er eine sehr gute Arbeitsstelle in einer renommierten Firme, die es heute immer noch gibt so

Viele italienische Gastarbeiterkinder wurden damals hier in der Schweiz auf die gleiche Weise von ihren Müttern und Vätern getrennt wie ich. Oft waren sie sogar verheiratet.

Meinen Brief von 1996 habe ich an die Heil- und Pflegeanstalt Hasenbühl geschickt. Damals hatte ich noch keinen Computer und schreibe alles mit der Hand.

 Die Antwort am Telefon vom 7.12.1996  Die Originalakten von 1965 meiner Mutter gab es und wurden mir bei einem späteren Termin mit ihrem Psychiater in Zürich bestätigt.
Die Originalakten meiner Mutter von 1965 existierten wirklich.

Ich hätte eine schriftliche Entbindung der Schweigepflicht mit Ihr machen müssen. Dies brachte ich nicht über mein Herz, weil ich in sehr vielen Jahren miterlebte, wie sehr meine Mutter unter ihrer Vergangenheit litt. Dazu hatte ich zu grosse angst vor Repressalien ihres Freundes. Ich bekam sogar Morddrohungen von ihm. Er nannte mich einen Sau Tschengg und einen drecks Bastard.
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Das Foto ganz rechts: Im Schweizer Zivilgesetzbuch Dez.1907 stand damals dieser  Artikel  369 ZGB was bedeutete: Unfähigkeit Mündiger Geisteskrank und Geistesschwäche. Dieser Ausschnitt des Gesetzesartikel habe ich von einem Betroffenen bekommen.
Mit diesem Artikel des Gesetzes wurde ich meiner Mutter weggenommen.
Viele Jahre später wurde dieser Gesetzesartikel geändert. Aber für uns war es zu spät.

Wenn du nicht weisst woher du kommst, ist es schwer deinen Weg zu finden.

Meine Mutter war weder geisteskrank, noch hatte Sie eine Geistesschwäche oder war schizophren.
Die Schweizer Behörden verwendeten damals diesen Gesetzesartikel nicht nur an uns, auch an vielen Mütter und Väter, um ihre Kinder wegzunehmen.