Kanton Zürich

Monikaheim - Geburt mit wegnahme meiner CH Schwester nach etwa 2 - 4 Wochen .

Psychiatrie Burghölzli - Meine Mutter wurde nach der Geburt meiner Schwester Zwangssterilisiert. Sie  versuchte sich umzubringen, daher kam Sie  dort hin. Die Geschichte wiederholte  sich, wie bei mir.

Kantonswechsel 1973 danach hette Sie  eine lieben Beiständing

Meine Mutter hatte am 17.11.1973 einen Vormundschaftswechsel vom Kanton Luzern in den Kanton Zürich zu einer sehr netten Beiständin.
Danach kam Sie wenigstens etwas zur Ruhe. Ich war einmal bei Ihrer Beiständin Frau R. Bei diesem Termin sagte Sie mir, als ich über gewisses sprach: Dass meine Mutter NIE über die Vergangenheit gesprochen hatte. Sie wisse gar nichts davon.

8.9.1996  Anfrage für die Termine bei Ihrem Psychiater und ihrer Beiständin in Zürich.

Da Sie im Herbst 1973 vom Kanton Luzern dorthin zog. Danach besprach ich es mit meiner Mutter und erklärte ihr, warum es für mich wichtig sei. 

In dieser Zeit war ich verlobt, wollte Heiraten und Kinder haben. Auf dem Originaldokument, das in meinem Besitz ist, sah ich diesen Gesetzesartikel 369 ZGB und informierte mich, was dies genau zu jener Zeit Bedeutete, nämlich geistesgestört oder schizophren. Daher musste ich dies zuerst abklären, ob es erblich für meine Kinder wäre. Ich bekam mit dem Einverständnis meiner Mutter bei Ihrem Psychiater und bei Ihrer Beiständin je einen Termin. 

Der Psychiater bestätigte mir die Akten von der Psychiatrie Hasenbühl Liestal BL, dessen Recherchen ich zeitgleich machte. Dazu sagte er noch: Sie sei nie geistesgestört oder schizophren gewesen. Er erzählte mich viel, warum meine Mutter nun so sei, was sehr traurig wäre. Sie genau deswegen in Ihrer kleinen Welt lebe und sobald man versucht, dies zu durchbrechen, wirft es Sie aus dem Gleichgewicht. 

Der Besuch bei Ihrer Beiständin ergab nichts. Sie war erstaunt, als ich von der Vergangenheit von Ihr Erzählte und sagte, meine Mutter hat nie darüber mit Ihr gesprochen. In Anbetracht, dass meine Mutter schon 23 Jahre bei Ihr war, merkt man, wie sehr sie Angst hatte, dass all das, was mit Ihr in der Vergangenheit passierte, Sie nie mehr haben wollte. 

Also schwieg sie über diese 10 Jahren Vormundschaft 26.11.1963 bis Herbst 1973 die Sie unter unserer Vormünderin in Horw stand. Sie war es, die veranlasste, dass auch meine Mutter 10 Mal einen Wechsel hatte. Von Anstalt zu Anstalt ganz zu schweigen, dass Sie schon mit 12 / 13 Jahren im Haltli in Mollis GL einige Jahre verbrachte. Dies habe ich durch eine Person, die mit Ihr in der Kindheit in diesem Kinderheim war, erfahren. Dazu vieles, das in meinen Akten steht, weil Mutter und Kind in den ersten zwei Jahren zusammen dort vermerkt sind. Vom Burghölzli ZH hatte Sie mir erzählt und ich meinte, sie sprach auch über Hindelbank BE. Daher machte ich am 8.6.2015 per Mail eine Anfrage. Die Antwort war, dass Sie Akten nur 10 Jahre aufbewahren. In speziellen Fällen gehen Sie ins Staatsarchiv. Das habe ich danach auch noch anfragte. Sie hatten keine Akten. Die einzigen zwei Dossiers meiner Mutter die es noch gibt, sind in Horw und im Staatsarchiv Luzern. Offene Fragen habe ich schon noch: Wo war Sie ab 1961 bis kurz vor meiner Geburt. Dazu fehlen mir die Jahre nach Walzenhausen1968 bis zum Kantonswechsel im Herbst 1973.  

Vieles wird im Dunkeln bleiben.

Heimbericht vom 17.11.1973   Kürzlich kam Frl. Steinmann und Herr Heer zu Besuch. Sie freuten sich über Manuela. Manuela fragte nach dem Schwesterlein.  Frl. Steinmann versprach, sie werde es beim nächsten Besuch mitbringen. Die Vormundschaft für Manuelas Mutter ist nach Zürich übertragen worden. 

Es war kompliziert. Ganz genau weiss ich nicht wie meine Mutter auf Zürich kam. Dazu sollte man wissen, dass Sie in all den Jahren zum Teil bei Ihrer Mutter, meiner Grossmutter wohnte. Wenn Sie nicht gerade wieder in einem Heim, Anstalt oder Psychiatrie war. Vielleicht war es eine Arbeitsstelle wo Sie ein Zimmer hatte oder durch den Ex Freund auch er kam aus Zürich. Oder ihren neuen Freund damals, der Vater meiner Schweizer Schwester. Er war auch aus  dem Kanton Zürich und sie kamen mich im Kinderheim Besuchen. Ich mag mich an Ihn erinnern und habe auch drei Fotos in meinem Kinderalbum. Sie waren verlobt, wollten Heiraten. Meine Mutter war dazumal noch 3 Jahre unter der Vormundschaft in Horw.  

Warum meine Schwester in Zürich im Monikaheim war, ob Sie dort oder im Spital zur Welt kam, erinnere ich mich nicht mehr genau. Einen Zusammenhang mit ihrem Vater, dieser Verlobung. Dazu habe ich auch keine weiteren Daten oder Dokumente gefunden. Die Antwort steht vielleicht in den Akten meiner Mutter, die ich wegen dem Datenschutz nicht bekomme. Tatsache ist, dass wir alle drei den gleichen Vormund hatten und meine Schwester, kurz nach der Geburt zu einer Pflegefamilie in Horw kam.

Dies steht noch im Heimbericht über meine Mutter

1970 - 19.7. Manuela bekam zum Geburtstag ein Päcklein von Mami und von Gotti.
Die Mutter hat ihr Kindchen Ende Juni geboren.

Ich mach mich ganz genau daran erinnern, also ob es gestern war:  Tante Hanni rief mich ins Büro. Dort sagte sie mir, dass ich ein Schwesterchen bekommen habe. Ob ich Freude hätte?  Ich sagte zu Ihr nein, ich hätte lieber ein Brüderchen gehabt und lief enttäuscht aus dem Büro.

1970 - 10.11. Herr Heer und Frl. Steinmann vom Waisenamt Horw waren heute da. Manuelas Schwesterlein ist in einer Pflegefamilie in Horw. Die Mutter wurde nach der Niederkunft operiert. Sie ist in Zürich und möchte heiraten.

Meine Mutter erzählte mir, dass Sie nach der Kindeswegnahme meiner Schwester einen Selbstmord versuch macht und dann ins Burghölzli in Zürich kam. Wie bei dir damals, als du mir weggenommen wurdest, sagte Sie. Im Burghölzli wendeten Sie auch Elektroschock an ihr an und Medikamentenversuche.

Danach erlebte ich über viele Jahre bei meinen Besuchen bei Ihr wie sehr Sie mit Medikamenten vollgepumpt war.

Fliegeraufnahme Heilanstalt Burghölzli, Zürich Staatsarchiv Nidwalden Fotosammlung Otto Wyrsch

Fliegeraufnahme
Heilanstalt Burghölzli, Zürich

"Staatsarchiv Nidwalden, Fotosammlung Otto Wyrsch"

Nebst mehreren Selbstmordversuchen wegen der Kindeswegnahme von uns hatte Sie vorher mehrere Abtreibungen, dies jedoch bevor Sie uns bekam (Zwangsabtreibungen) und bevor meine Schwester auf die Welt kam eine Fehlgeburt. Sie wurde nach der Geburt meiner Schwester 1970 mit nur einmal 26 Jahren Operiert, das heisst unterbunden. Auch dabei wurde Sie belogen. Es war eine Zwangssterilisation gewesen. 

Was ich weiß, dass meine CH - Schwester im MonikaheimZürich war. Ob Sie dort 1970 zur Welt kam oder im Spital  weiss ich nicht mehr. In dieser Zeit stand Sie noch 3 Jahre unter der Vormundschaft in Horw.

Sie erzählte mir: Dass Sie in der Schwangerschaft und bei der Geburt Komplikationen hatte. Die Nabelschnur war um den Hals gewickelt, dadurch ist meine Schwester geistig zurückgeblieben. Sie durfte ihre Tochter nicht einmal fertig stillen. Man nahm auch Sie ihr weg.

Mutter erzählte auch noch: Das es nach der Geburt von Ihr, viele Untersuchungen mit meiner Schwester gab. Sei redete von Autismus und vielen möglichen anderen Krankheiten.

Diese Kindeswegnahme wiederholte sich wie bei mir dazumal. Sie versuchte sich umzubringen. Ob Sie vorher und nachher im Burghölzli ZH war erinnern ich mich nicht mehr. Sie erwähnte diese Psychiatrie ein paar Mal und auch, dass Sie dort an Ihr Medikamententests machten und Elektroschocks durchführten.
Was sie noch alles erleiden musste, darüber schwieg Sie. 

Damit Sie etwas besser klar kam, bekam Sie eine Puppe, die wie ein richtiges Baby aussah. Lange habe ich dies nicht verstanden, lachte darüber. Fand es seltsam. Habe mich geschämt. Verstehe dies erst heute. Die Puppe war ein Ersatz für uns Kinder die man ihr weggenommen hatte.

Meine Schwester wurde in den ersten Jahren auch hin und her geschoben und fremdplatziert. Erinnern kann ich mich nur an das Kinderheim in Unterägeri ZG und an ihre Pflegefamilie, wo Sie relativ früh, dort dann bleiben durfte. Sie bekam 1983 eine neue Beständin weil unsere Vormünderin in pension ging.

Erzählungen werden in der nächsten Zeit hinzukommen.