Kanton Zürich

Monikaheim oder Spital - Geburt mit wegnahme meiner CH Schwester nach etwa 3 - 4 Wochen, durch unseren Vormund.

Psychiatrie Burghölzli - Meine Mutter wurde nach der Geburt meiner Schwester Zwangssterilisiert. Sie  versuchte sich umzubringen, daher kam Sie  dort hin. Die Geschichte wiederholte  sich, wie bei mir.

Kantonswechsel 1973 - danach hatte Sie eine nette Beiständin.

Viele minderjährige Mütter von der Zentralschweiz kamen früher in ausserkantonalen Institutionen unter, um ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Zu oft wurden die Kinder der Mutter nach der Geburt oder etwas später weggenommen.

Als meine Mutter wieder schwanger wurde, wiederholte sich bei Ihr das gleiche wie bei mir. Meine Schwester kam im Spital oder im Monikaheim in diesem Kanton zur Welt. Man nahm ihr das Kind nach ein paar Wochen weg. Wie schon bei mir versuchte sich meine Mutter umzubringen und kam deswegen in die Psychiatrie ins Burghölzli. Meine Schwester brachte unsere Vormünderin in einer Pflegefamilie nach Horw in den Kanton Luzern.
Meine Mutter hatte am 17.11.1973 einen Vormundschaftswechsel sie zog vom Kanton Luzern in den Kanton Zürich. Dort kam Sie zu einer sehr netten Beiständin-Vormund. Mit Ihr hatte Sie keine schlechten Erfahrungen gemacht. Im Gegensatz zu unserer Vormünderin in Horw. Wie es dazu kam, dass Sie in diesen Kanton gezogen ist, daran erinnere ich mich nicht mehr. Es könnte am Vater meiner Schwester liegen, der in diesem Kanton lebte. Sie kam jedoch dort etwas zur Ruhe. 

Ich ging einmal zu Ihr. Diese Frau war sehr nett und kümmert sich über 30 Jahren um meine Mutter.
Als ich mit Ihr über gewisse Sachen, die in unserer Vergangenheit passiert sind, sprach, sagte sie: Meine Mutter hat nie über all dies gesprochen. Sie wusste nichts davon und war sehr schockiert, was ich ihr erzählte.

8.9.1996 machte ich diese zwei Anfragen für die Termine bei Ihrem Psychiater und ihrer Beiständin in Zürich. Da Sie im Herbst 1973 vom Kanton Luzern dorthin zog.  Jedoch bevor ich dies machte, sprach ich mit meiner Mutter darüber. Erklärte ihr, warum es für mich wichtig sei. 

In dieser Zeit war ich verlobt, wollte Heiraten und Kinder haben. Auf dem Originaldokument, das in meinem Besitz ist, sah ich diesen Gesetzesartikel 369 ZGB und informierte mich, was dies genau zu jener Zeit Bedeutete, nämlich geistesgestört oder schizophren. Daher musste ich dies zuerst abklären, ob es erblich für meine Kinder wäre.
Der Psychiater bestätigte mir die Akten von der Psychiatrie Hasenbühl Liestal BL dessen Recherchen ich zeitgleich machte. Dazu sagte er noch: Sie sei nie geistesgestört oder schizophren gewesen. Er erzählte mir viel und warum meine Mutter nun so sei. Sie genau deswegen in Ihrer kleinen Welt lebe und sobald man versucht, dies zu durchbrechen, wirft es Sie aus dem Gleichgewicht. 

Der Besuch bei Ihrer Beiständin-Vormund ergab nichts. Sie war erstaunt, als ich von der Vergangenheit von Ihr Erzählte und sagte, meine Mutter hat NIE darüber mit Ihr gesprochen. In Anbetracht, dass meine Mutter damals schon 23 Jahre bei Ihr war, merkt man, wie sehr sie Angst hatte, dass all das, was mit Ihr in der Vergangenheit passierte, Sie nie mehr haben wollte. Also schwieg sie über diese 10 Jahren Vormundschaft vom 26.11.1963 bis 17.11.1973 die Sie unter unserer Vormünderin in Horw stand. Sie war es, die veranlasste, dass auch meine Mutter 10 Mal von Anstalt zu Anstalt hin und her geschoben wurde. Ganz zu schweigen, dass Sie schon mit 12 / 13 Jahren im Haltli in Mollis GL war, dies auch durch die Behörden, wo Sie einige Jahre verbrachte. Dies habe ich durch eine Person, die mit Ihr in der Kindheit in diesem Kinderheim war, erfahren. Dazu vieles, das in meinen Akten steht, weil Mutter und Kind in den ersten zwei Jahren zusammen dort vermerkt sind. Vom Burghölzli hier in diesem Kanton hatte Sie mir erzählt und ich meinte, sie sprach auch über Hindelbank BE. Daher machte ich noch am 8.6.2015 per Mail eine Anfrage in Hindelbank. Die Antwort war, dass Sie Akten nur 10 Jahre aufbewahren. In speziellen Fällen gehen Sie ins Staatsarchiv. Dort habe ich danach noch anfragte. Sie hatten keine Akten über Sie gefunden. Von meiner Mutter sind nur noch zwei Akten übrig. Sie sind in der Gemeinde Horw und im Staatsarchiv Luzern. Es sind jedoch offene Fragen, zum Beispiel:
Wo waren Sie von 1960 und 1961 und nach Walzenhausen AR 1968 bis zur Geburt meiner Schweizer Schwester 1970 Danach blieb sie in Zürich, weil sie heiraten wollte, stand jedoch noch bis 1973 in Horw unter Vormundschaft.
Vieles wird jedoch im Dunkeln bleiben ...

Heimbericht vom 17.11.1973   Kürzlich kam Frl. Steinmann und Herr ... zu Besuch. Sie freuten sich über Manuela. Manuela fragte nach dem Schwesterlein.  Frl. Steinmann versprach, sie werde es beim nächsten Besuch mitbringen. Die Vormundschaft für Manuelas Mutter ist nach Zürich übertragen worden. 

Es war kompliziert  Ich weiß nicht genau, wie meine Mutter nach Zürich gekommen ist. Ich glaube, es war unser Vormund, der Sie nach Zürich geschickt hat, um Ihr Kind dort zur Welt zu bringen. Der Vater meiner Schweizer Schwester stammt aus Zürich. Ich erinnere mich an den Vater meiner Schwester. Er und meine Mutter besuchten mich im Kinderheim. Von diesem Besuch gibt es auch drei Fotos in meinem Kinderalbum. Sie waren verlobt und wollten heiraten. In dieser Zeit hatte meine Mutter noch weitere 3 Jahre den Vormund.

Ich habe keine weiteren Daten oder Dokumente. Die Antwort könnte in den Papieren meiner Mutter stehen. Was ich aus Datenschutzgründen nicht bekomme. Tatsache ist, dass wir alle drei denselben Vormund hatten. Und dass meine Schwester kurz nach der Geburt zu einer Pflegefamilie in Horw kam.

Tatsache ist, dass wir alle drei die gleichen Vormünderin hatten.

Dies steht noch im Heimbericht über meine Mutter

1970 - 19.7. Manuela bekam zum Geburtstag ein Päcklein von Mami und von Gotti.
Die Mutter hat ihr Kindchen Ende Juni geboren.

Ich mach mich ganz genau daran erinnern, also ob es gestern war:  Tante Hanni rief mich ins Büro. Dort sagte sie mir, dass ich ein Schwesterchen bekommen habe. Ob ich Freude hätte?  Ich sagte zu Ihr nein, ich hätte lieber ein Brüderchen gehabt und lief enttäuscht aus dem Büro.

1970 - 10.11. Herr ... und Frl. Steinmann vom Waisenamt Horw waren heute da. Manuelas Schwesterlein ist in einer Pflegefamilie in Horw. Die Mutter wurde nach der Niederkunft operiert Sie ist in Zürich und möchte heiraten.

Meine Mutter erzählte mir, dass Sie nach der Kindeswegnahme meiner Schwester einen Selbstmord versuch macht und dann ins Burghölzli in Zürich kam. Wie bei dir damals, als du mir weggenommen wurdest, sagte Sie. An Ihr wurden dort Medikamentenversuche und Elektroschocks angewendet. Danach erlebte ich über viele Jahre bei meinen Besuchen, wie sehr Sie mit Medikamenten vollgepumpt war.

Fliegeraufnahme Heilanstalt Burghölzli, Zürich Staatsarchiv Nidwalden Fotosammlung Otto Wyrsch

Fliegeraufnahme
Heilanstalt Burghölzli, Zürich


"Staatsarchiv Nidwalden, Fotosammlung Otto Wyrsch"

Nebst mehreren Selbstmordversuchen von meiner Mutter wegen uns Kinder hatte Sie zuvor mehrere Abtreibungen, Zwangsabtreibungen dies jedoch, bevor Sie uns bekam. Bevor meine Schwester auf die Welt kam, noch eine Fehlgeburt. Nach der Geburt meiner Schwester 1970 mit nur einmal 26 Jahren operiert. Sie sagten zu Ihr, sie mussten Sie unterbinden. Dabei wurde Sie belogen, es war eine Zwangssterilisation gewesen.

Meine Schweizer Schwester 1970 war zusammen mit meiner Mutter nur kurze Zeit im Monika Heim
evt. hiess es damals noch Monika Heim für gefährdete und gefallene Mädchen.

Meine Mutter erzählte mir: dass Sie in der Schwangerschaft im 7 Monat eine Nierenbeckenentzündung und bei der Geburt Komplikationen hatte. Die Nabelschnur war um den Hals gewickelt, dadurch bekam meine Schwester mehr als 3 Min. keinen Sauerstoff und ist daher geistig zurückgeblieben. Sie durfte ihre Tochter nicht einmal fertig stillen. Man nahm auch Sie ihr weg. Dazu erzählte Sie noch: Das es nach der Geburt von Ihr viele Untersuchungen mit meiner Schwester gab. Sie redete von Autismus und vielen möglichen anderen Krankheiten.
Die Kindeswegnahme wiederholte sich. Sie versuchte sich umzubringen, kam ins Burghölzli. Sie erzählte mir dies, wie vieles andere immer und immer wieder und auch immer von diesen Psychiatrien dass Sie dort an Ihr Medikamententests machten und Elektroschocks durchführten.  Was sie dort noch alles erleiden musste, darüber schwieg Sie jedoch.

Damit Sie etwas besser klar kam, bekam Sie eine Puppe, die wie ein richtiges Baby aussah. Lange habe ich dies nicht verstanden, lachte darüber. Fand es seltsam. Habe mich geschämt. Verstehe dies erst heute. 

Die Puppe war ein Ersatz für uns Kinder die man ihr weggenommen hatte.

Meine Schwester wurde in den ersten Jahren auch hin und her geschoben und fremdplatziert. Erinnern kann ich mich nur an das Kinderheim Bossard in Unterägeri ZG und an ihre Pflegefamilie, wo Sie relativ früh, dort dann bleiben durfte. Sie bekam 1983 eine neue Beständin weil unsere Vormünderin in Pension ging.

Glaubt Ihr, dass meine Mutter je ein Recht auf mich hatte?

Zu dieser Zeit ganz sicher nicht!

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit weggeschaut.
Heute macht Sie dies immer noch einfach etwas anders.